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Bau- und Umweltauschuss Dänischenhagen: Wartepflicht an der Kreuzung

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Erschienen am 06. September in der Eckernförder Zeitung.


Dänischenhagen | „Rechts vor links“ aus dem Goosdiek heraus oder eine Wartepflicht durch einen verkehrsberuhigten Bereich – das waren die beiden Varianten, über die der Bau- und Umweltausschuss unter der Leitung von Frank Hoffmann zu diskutieren hatte. Die Mitglieder enschieden sich dafür, eine Wartepflicht für den verkehrsberuhigten Bereich Goosdiek einzurichten, so dass die Verkehrsteilnehmer des Tentenbrooks vorfahrtberechtigt sind. Eine Veränderung des jetzigen Ist-Standes wird als notwendig erachtet. Bürgermeister Horst Mattik dazu: „Wir hatten Diskussionen mit Einwohnern. Dabei entstand der Eindruck, dass viele nicht sicher waren, was die jetzige Beschilderung anordnet. Es sei nicht immer ganz eindeutig.“

An der Kreuzung Tentenbrook/Goosdiek mündet der verkehrsberuhigte Bereich Goosdiek in die 30er-Zone. Die Beschilderung liegt etwas zurück, weshalb die Unsicherheiten entstehen können. „Grundsätzlich ist aber derjenige, der aus dem verkehrsberuhigten Bereich kommt, immer wartepflichtig. Der Tentenbrook ist vorfahrtberechtigt. Eine Verkehrsberuhigung wird so nicht erreicht. Bei einer Rechts-vor-Links-Regelung würden die Fahrer im Tentenbrook wartepflichtig werden, was den Verkehr in diesem Bereich beruhigt“, so der Bürgermeister. Die Verkehrsaufsicht des Kreises würde die jetzige Beschilderung, wie sie im Jahr 2007 umgesetzt wurde, so nicht mehr anordnen. Die Aufhebung des verkehrsberuhigten Bereichs sei nicht in korrekter Form mit dem richtigen Verkehrsschild gekennzeichnet.

Ein Anwohner äußerte sich und hatte eine klare Meinung zu der angeblichen Problematik: „Es gibt kein Problem. Alle passen auf.“ Er ergänzte: „Das Problem ist der Gehweg, der dort dann kein Bürgersteig mehr ist. Wenn man den Bürgersteig nicht hat, dann braucht man aber einen verkehrsberuhigten Bereich. Durch die Querung, also so wie bisher, ist der Verkehr sowieso beruhigt.“ Das überzeugte sogar Ausschussmitglieder, die in der vorherigen Diskussion die zweite Variante bevorzugt hatten. Für die Einmündungen Schulstraße/Schwalbenweg und Schulstraße/Spechtwinkel sprachen die Ausschussmitglieder sich indes für eine Rechts-vor-Links-Regelung aus.

Auch die Verkehrssituation im Steinviertel stand auf der Tagesordnung. Hierbei insbesondere die Situation im Langenstein. Drei Varianten standen zur Auswahl: ein verkehrsberuhigter Bereich in der gesamten Straße einschließlich abgehender Stichstraßen, ein teilweise verkehrsberuhigter Bereich im Langenstein mit der Ausweisung von Parkflächen auf einer Länge von circa 250 Metern, beginnend nach der Einmündung Wiesenstein und endend vor der Einmündung Steinkamp, oder ein Beibehalten des jetzigen Zustandes. Horst Mattik gab zu verstehen: „Vom Kreis ist das derzeit nicht als verkehrsberuhigter Bereich genehmigt zu bekommen. Der Kreis zieht sich da ein bisschen zurück, weil die Landesrichtlinie derzeit bearbeitet wird.“ Ein Einwurf, dass das Thema aus diesem Grund lieber vertagt werden sollte und darauf gewartet werden sollte, für was das Land sich entscheidet, wurde überhört. Ein späterer Antrag mit diesem Inhalt wurde abgelehnt. Der Bürgermeister ergänzte: „Das ist ein Einstieg in das Thema. Außerdem ist man im Straßenbereich von 6,50 Meter ausgegangen. Jetzt sind es aber nur 6,10 Meter.“ Die gesamte Thematik soll in einer Einwohnerversammlung besprochen werden. Abgestimmt wurde , dass die Gemeinde bereit ist, einen verkehrsberuhigten Bereich in Erwägung zu ziehen.

– Quelle: https://www.shz.de/20938177 ©2019

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