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Freihandel mit Afrika klingt fair, ist aber ungerecht

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Mit Geld für Entwicklungshilfe will Angela Merkel Fluchtursachen in Afrika bekämpfen. Doch ein Teil des Problems sind die Europäer selbst - und ihr Drang zum Freihandel.

Wenn europäische Politiker nach Afrika reisen, ist ein schönes Ritual zu beobachten. Bisher habe man den Kontinent viel zu wenig beachtet, sagen sie zum Auftakt ihres Besuchs gern, aber damit sei jetzt Schluss, schließlich gelte es, gemeinsame Probleme zu bekämpfen. Außerdem sei Afrika mit seinen vielen jungen Menschen und dem enormen Wirtschaftspotenzial der Kontinent der Zukunft - Europa könne es sich gar nicht mehr leisten wegzuschauen. "Ich glaube, dass wir uns sehr viel stärker noch für die Geschicke Afrikas interessieren müssen", sagte auch die Kanzlerin, bevor sie vergangenen Sonntag nach Mali, Niger und Äthiopien aufbrach.

Solche Sätze sind nicht falsch. Im Gegenteil. Merkwürdig ist nur, dass sie immer wieder von Neuem fallen. Denn geändert hat sich die Afrika-Politik Deutschlands und Europas in den vergangenen Jahren praktisch nicht.


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