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Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird

Ze.tt wasgehtmitoe

Skiurlaub zu machen, kostet viel Geld. Dabei müsste Skifahren für alle erschwinglich sein, findet unsere Autorin. Ein Kommentar


Die Sonne kitzelt auf meiner Haut. Jeder Atemzug durchlüftet meine stadtverseuchte Lunge wie einen alten Teppich, der seit Jahren mal wieder ausgeklopft wird. Bei jedem Schwung ziehe ich neue Spuren im frischen Schnee und fühle mich ein kleines bisschen freier. Der Schnee knirscht laut unter meinem Board, während ich die Piste runterziehe. Nach jedem Sprung und folgendem Aufprallen am Boden macht mein Herz einen Sprung. Dieses Mal sehe ich den Schnee nicht nur flüchtig wie morgens auf dem Weg ins Büro, wo er sich längst schon wieder verabschiedet, obwohl ich ihn noch nicht mal begrüßt habe. Dieses Mal bleibt der Schnee und vor allem: Ich bleibe im Schnee. Einen Tag, mehrere Tage, vielleicht sogar eine Woche.


Skifahren ist für mich Freiheit, lässt mich den Schnee und die Natur fühlen und in erster Linie mich selbst dadurch wieder besser spüren. „Schifoan" wie man es in Österreich im Dialekt nennt, „ist das leiwandste, was man sich nur vorstellen kann", sang schon der österreichische Sänger Wolfgang Ambros und Tausende Menschen grölen den Refrain heute noch mit.

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