Brandenburg, eine Buchhändlerin und die AFD

von David Siebert · WDR 5 Neugier genügt - das Feature

Anfang 2024 gehen bundesweit Hunderttausende gegen die AfD und Rassismus auf die Straße. In Brandenburg werden die Demonstrationen auch von Bauernprotesten gestört. Eine Buchhändlerin setzt sich dagegen für Vielfalt und Demokratie ein. Stephanie Kammer kehrte Anfang 2000 in ihre Heimatstadt Herzberg in Südbrandenburg zurück. Damals war dort etwa jeder Vierte arbeitslos. Stephanie Kammer eröffnete einen Buchladen, organisiert Kulturveranstaltungen und schreibt über Land und Leute oder Lokalgeschichte. Die Region gilt als strukturschwach, seit 1990 ist die Bevölkerung um ein Drittel geschrumpft. Seit 2019 wählt dort jeder Dritte die AfD. Als Anfang 2024 bundesweit Hunderttausende gegen Rassismus auf die Straße gingen, gab es auch in Brandenburg Demonstrationen – die aber oft von AfD-Sympathisanten und Rechtsextremen gestört wurden. Stephanie Kammer setzt sich trotzdem weiter mit Mitstreitern aus Kultur, Kirche und Kommune für Vielfalt und Demokratie ein. Was haben die Altlasten der DDR und der Wende damit zu tun? Wie ist es, auf dem Land Zivilcourage zu zeigen, wo jeder jeden kennt? Ein Feature über Mut und das Leben in der ostdeutschen Provinz. Autor: David Siebert Redaktion: Jessica Eisermann 27.01.2025, WDR 5 Neugier genügt - das Feature

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David Siebert

Berlin

Zur Person

David Siebert

Radiofeatures und Reportagen über Kultur, Geschichte, Nachhaltigkeit, Diversität und Digitales - u.a. für Deutschlandradio, SWR, WDR und andere ARD-Kultur- und Infowellen, manchmal auch für Print und Online.

Seit 2016 aus Berlin. Davor langjährige Berichterstattung (auch tagesaktuell) über Kultur, Geschichte und Gesellschaft im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz für SWR, SRF, Deutschlandradio und den ARD-Hörfunk.

Zahlreiche Recherchereisen nach Marokko und Frankreich.

Daneben (freiberuflich) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Redaktion, Moderation sowie Produktion von Austellungstexten, Podcasts, Audioguides etc. für NGOs, Kulturinstitutionen und wissenschaftliche Institute.

Referenzen: Heinrich Böll-Stiftung, DGB, Werkstatt der Kulturen Berlin, Öko-Institut, Musealis Weimar, Klassik Stiftung Weimar, Orpheo Deutschland, Wartburg-Stiftung Eisenach, Haus der Wannseekonferenz, Leipzig Tourismus und Marketing GmbH, Institut für Verkehrsforschung/DLR, ICLEI - Local Governments for Sustainability, RomaTrial, Wir sind hier - Bildungsprogramm gegen Antiziganismus, Bildungsforum Erneuerbare Energien...

Studium: Soziologie, Geschichte und Musikwissenschaft (Magister). Abschlussnote: "Sehr gut (1,3)"

Auszeichnungen:
- ERM-Medienpreis für Nachhaltige Entwicklung 2010

Nominierungen:
- Deutsch-Französischer Journalistenpreis 2014
- KAUSA-Medienpreis des BMBF zu Migration, Integration und Bildung 2011
- Alternativer Medienpreis 2011

Stipendien:
Neustart Kultur-Stipendium der VG Wort für mein Radiofeature "Black Power in den Goldenen Zwanzigern - Afrodeutsche auf Spurensuche" (54 min, Ursendung: SWR Kultur 2023, Übernahmen: WDR 3, NDR Kultur, Deutschlandfunk Kultur und SRF 2)

Von 2009 bis 2010 Anstellung als Journalist im Referat Kommunikation des Öko-Instituts - einer der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungseinrichtungen für eine nachhaltige Zukunft. Dort u. a. (nach meiner Anstellung auch freiberuflich) alleinverantwortlicher Redakteur für die Institutszeitschrift eco@work.