Brandenburg, eine Buchhändlerin und die AFD
Anfang 2024 gehen bundesweit Hunderttausende gegen die AfD und Rassismus auf die Straße. In Brandenburg werden die Demonstrationen auch von Bauernprotesten gestört. Eine Buchhändlerin setzt sich dagegen für Vielfalt und Demokratie ein. Stephanie Kammer kehrte Anfang 2000 in ihre Heimatstadt Herzberg in Südbrandenburg zurück. Damals war dort etwa jeder Vierte arbeitslos. Stephanie Kammer eröffnete einen Buchladen, organisiert Kulturveranstaltungen und schreibt über Land und Leute oder Lokalgeschichte. Die Region gilt als strukturschwach, seit 1990 ist die Bevölkerung um ein Drittel geschrumpft. Seit 2019 wählt dort jeder Dritte die AfD. Als Anfang 2024 bundesweit Hunderttausende gegen Rassismus auf die Straße gingen, gab es auch in Brandenburg Demonstrationen – die aber oft von AfD-Sympathisanten und Rechtsextremen gestört wurden. Stephanie Kammer setzt sich trotzdem weiter mit Mitstreitern aus Kultur, Kirche und Kommune für Vielfalt und Demokratie ein. Was haben die Altlasten der DDR und der Wende damit zu tun? Wie ist es, auf dem Land Zivilcourage zu zeigen, wo jeder jeden kennt? Ein Feature über Mut und das Leben in der ostdeutschen Provinz. Autor: David Siebert Redaktion: Jessica Eisermann 27.01.2025, WDR 5 Neugier genügt - das Feature