Österreichs „Neutralität“ im Ukraine-Krieg

von Cornelius Janzen

Die Themen der Sendung: Österreichs Neutralität im Ukraine-Krieg, Roman "Stalingrad" - Literaturgespräch mit Andreas Isenschmid, "Grenzansichten" - Teil 3: Michal Hvorecky und "Kultur trotz(t) Corona"-reloaded.

Erst 1955 erlangte Österreich nach dem Krieg seine Unabhängigkeit von den Alliierten. Unter der Bedingung, dass es für immer neutral bleibe - also nicht an bewaffneten Konflikten teilnehme - zogen die Sowjets ab. Jetzt bittet der ukrainische Präsident Selenskyj in seinem Kampf gegen Russland verzweifelt westliche Staaten um Unterstützung. Wie reagiert Österreich darauf? Der Vorschlag der österreichischen Partei Neos, Selenskyj in ihren Nationalrat einzuladen, wurde von den Parteien SPÖ und FPÖ mit Berufung auf Österreichs "Neutralität" abgelehnt. Diese verbiete es dem Land, einer "Kriegspartei" einen Auftritt zu ermöglichen. Kurze Zeit später ruderte die SPÖ zurück. Doch am Ende konnte Selenskyj nicht auftreten.

Bei 3sat öffnen

Porträt von Cornelius Janzen

Cornelius Janzen

Zur Person

Cornelius Janzen

Cornelius Janzen