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Islamkritischer Dichter trotzt in Dänemark den Todesdrohungen

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The Wall Street Journal Deutschland | 12.03.2014     


von Clemens Bomsdorf   


KOPENHAGEN - Jeans, eleganter dunkler Mantel und federnder Gang - der junge Mann, über den seit Monaten ganz Dänemark spricht, wirkt eher unscheinbar. Bis er spricht.


„Irgendetwas stimmt nicht mit dem Islam. Diese Religion verweigert sich der Erneuerung", sagt Yahya Hassan. Seine Worte schleudert er nur so aus dem Mund, ganz so als wolle er sie schnell loswerden, um nicht den nächsten Gedanken zu blockieren.


„Diese Religion braucht eine fucking Revolution", sagt Hassan im Interview mit dem Wall Street Journal in Kopenhagen. Am Donnerstag erscheinen seine Gedichte auf Deutsch, und Hassan tritt zweimal auf der Leipziger Buchmesse auf.


Seit er im vergangenen Herbst in seinen Gedichten und Interviews die seiner Meinung nach heuchlerische Seite einiger Muslime und seines Vaters, der ihn angeblich schlug, beschrieben und beklagt hat, ist er in Dänemark zum Star geworden.


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