Railway Empire
von Claudia Wendt
Farmen im wilden Westen waren heiß begehrt, wenn es um Gold oder um Eisenbahnen ging. Railway Empire setz dich in die Zeiten der Eisenbahnerschließung in den USA. Die Farmen dort bekommen plötzlich einen ganz anderen Wert. Die Zielsetzung liegt wird in der Versorgung der wachsenden Städte mit Rohstoffen und Waren. Du kutschierst ist Passagiere durch die Welt und transportierst die Post zwischen den Städten.
Stemmt sich gegen die Wildnis, Bauers Brücken über passierbar Flüsse, nebst Tunnel durch die Berge und baust Fabriken. In den Städten errichtete öffentliche Bauwerke. Und das alles geschieht in den Jahren 1830-1930. Dabei belebt die Konkurrenz das Geschäft.
Deine Konkurrenz ist ein zweites Eisenbahnunternehmen. Mit diesem konkurriert Sto um Grundstücke, Farmen & Co. Das Gegenstück zu deiner Firma ist die American Central, die deinem Unternehmen Westphalian Lightning gegenübersteht. Dabei kreuzen sich eure Konkurrenzgleise und wer näher an einer Fahrt dran ist, kann die Züge schneller sein.
Der Baumodus von Railway Empire ist hervorragend. Beim Bau bekommst du Steigungen und Kosten direkt als Anzeige. Dabei kannst du austesten, ob deine Lok eine Steigung fahren können oder nicht. Vielleicht möchtest doch lieber einen teuren Tunnel bauen? Wenn du die Varianten getestet hast, bestätigst du dem Bau und du investierst in neue Gleise. Ob Gleise oder Bahnhöfe, du hast bei Railway Empire keine Bauzeit. Was du baust, ist sofort fertig. Sinnvoll ist es, bevor du große Projekte angeht, abzuspeichern. Rückgängig machen kannst du nichts.
Du hast die Möglichkeit einige Einstellungsmöglichkeiten bei Kampagnen und Szenarios vorzunehmen. Dazu gehört beispielsweise auch der Realismus des Zugverkehrs. Es gibt den einfachen Modus, bei dem entgegenkommende Züge auf einer eingleisigen Strecke durcheinander durchfahren. Stellst du den Modus komplexer ein, benötigst du Doppelgleise und du musst viele Strecken zweimal bauen. Ausweichgleise sind eine weitere Möglichkeit. Gegebenenfalls wartet der Einzug, bevor ein anderer vorbeigefahren ist. Bei langen Strecken können solche Ausweichgleise sinnvoll sein. Doppelgleise und dafür recht kostenintensiv. Hast du dicht beieinander liegende Städte, machen Doppelgleise aber auch Sinn.

Du benötigst auf jeden Fall Versorgungsträume, um deine Loks mit Wasser, Öl und Sand zu beladen. Die KI-Gegner können ebenfalls sehr einfallsreiche Strecken bauen. Bis zu drei Gegner stellen sich dir entgegen. Mitunter musst du schon mal auf teureres Gelände ausweichen.
Gerne werden oftmals Saboteure auf deine Züge angesetzt oder du bekommst Seitenwind von der Presse. Das kann dich Passagiere kosten. Die KI geben außerdem Kommentare zu deinen Taten. Um ihnen zu kontern hörst du beispielsweise Banditen an oder betreibst Rufmord. Schwieriger werden die Aktiengeschäfte. Jedes Unternehmen kann vom Konkurrenten Aktien kaufen. Nur vom eigenen Unternehmen können keine Aktien gekauft werden. Das bedeutet auch, dass du dir Gleise, Bahnhöfe und Züge vom Gegner sofort einverleiben kannst. Um eine feindliche Übernahme zu vermeiden ist es wichtig zu expandieren und die Gewinne zu steigern.
Schwieriger wird das Spiel, wenn die Einwohnerzahl in den Städten steigen. Dann verlangen die Bürger mehr, wie zum Beispiel, Obst und gute Kleidung. Es ist an dir, die Produktions- und Lieferketten sicherzustellen. Die Tabellen lassen sich nicht unbedingt leicht ablesen, wo die Bedürfnisse der Bürger angezeigt werden. Dazu kannst du dich an bestimmten Industriezweigen beteiligen, wie zum Beispiel Autofabrik oder Zeitungsverlage. Dann benötigst du ebenso die passenden Rohstoffe, die du durch die Gegend transportierst. Du investierst in Sehenswürdigkeiten und Universitäten, um deine Forschung zu pushen.
Fazit
Railway Empire fordert dein Organisationstalent. Das Spiel ist sehr gut strukturiert und lastet dich voll aus. Mit deinem Eisenbahnbau, veränderst du die Zeit und die Spielwelt. Bereits in der Pionierzeit legt zu den Grundlagen. Es gibt ein gutes Bausystem, interessante Nebenaufgaben und die Wirtschaft ist gut miteinander verzahnt. Die historische Darstellung ist glaubwürdig und die KI ist ein herausfordern der Gegner. Für Aufbaustrategen ist dieses Spiel definitiv eine Empfehlung wert.
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Claudia Wendt
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