Phantasmagorisch [1]

von Claudia Wendt

Phantasmagorisch
Phantasmagorisch

Da war eine Zeit, die endlos schien.
Sie war ohne Leben wollte ich meinen.
Die Tage wurden nicht hell,
die Kälte ließ mich erfrieren.


Dann kamen die Tage, in denen alles erwachte.
Das Leben kehrte zurück,
die Tage wurden lauter.
Das Leuchten der Sonne gab wieder Wärme.


Da war der Moment, der mich aufblicken ließ.
Die Erde gab frei, was sie verborgen hatte.
Sie atmete auf.
Ganz langsam kamen sie hervor.


Dann kam der Augenblick, der mich staunen ließ.
Ein Teppich aus Blumen, weiß wie Schnee,
bedeckte den Waldboden, und
die Sonne brach durch die Zweige im blätterlosen Wald.


Es war dieser Atemzug, der mich berührte
und das Erstaunen über die Wunder der Natur.
Der letzte Raureif der Nacht
machte die Blumen zu kleinen Diamanten


und ließ mich innehalten.



Read the full article

Claudia Wendt

Hagenow

Zur Person

Claudia Wendt

Weitere Profile

Claudia Wendt