Macchi Uro no Shojo: Ein unveröffentlichtes Frühwerk von Katsuhiro Otomo
von Claudia Wendt

Katsuhiro Otomo, bekannt für seine bahnbrechenden Arbeiten wie "Akira", hat die Manga- und Anime-Welt tief geprägt. Sein Einfluss auf die Kunstform ist weithin anerkannt und wird oft als maßgeblich für die globale Popularität des Mediums angesehen.
Wenig bekannte Projekte
Doch neben seinen bekannten Werken gibt es auch weniger bekannte Projekte, die ein Licht auf Otomos künstlerische Entwicklung werfen. Eines dieser Werke ist "Macchi Uro no Shojo" (マッチ売りの少女), zu Deutsch "Das kleine Streichholzmädchen".
Eines der ersten Werke
"Macchi Uro no Shojo", gezeichnet im Dezember 1971, gehört zu den ersten Manga-Werken, die Otomo erstellt hat. Trotz seiner historischen Bedeutung für die Karriere des Künstlers wurde dieser Manga nie veröffentlicht. Das Fehlen einer öffentlichen Veröffentlichung hat dazu geführt, dass "Macchi Uro no Shojo" zu einem fast mythischen Teil von Otomos Œuvre geworden ist.
Nie veröffentlicht
Die Tatsache, dass "Macchi Uro no Shojo" nie veröffentlicht wurde, bedeutet nicht, dass es keinen Wert oder Einfluss hat. Im Gegenteil, es bietet einen seltenen Einblick in die frühen kreativen Prozesse eines Künstlers, der später zu einer Schlüsselfigur in der Welt des Manga und Anime werden sollte. Es ist ein Fenster in eine Zeit, in der Otomo noch seinen Stil und seine Stimme als Künstler suchte.
Ein wichtiger Teil
Obwohl "Macchi Uro no Shojo" nie das Licht der Veröffentlichung erblickt hat, bleibt es ein wichtiger Teil von Otomos künstlerischem Erbe. Als eines seiner frühesten Werke ist es ein Zeugnis von Otomos Anfängen als Manga-Künstler und bietet einen seltenen Blick auf die künstlerische Entwicklung, die ihn schließlich zu einem der einflussreichsten Künstler in der Geschichte des Manga und Anime machen sollte.
Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern
"Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern" oder "Das kleine Streichholzmädchen" ist eine Kurzgeschichte des dänischen Autors Hans Christian Andersen, die erstmals im Dezember 1845 veröffentlicht wurde:
Es war bitterkalt und Schneefall am letzten Tag des Jahres. Ein armes kleines Mädchen, das barfuß und fast erfroren war, versuchte, Streichhölzer zu verkaufen, um etwas Geld nach Hause zu bringen. Leider hatte sie den ganzen Tag noch kein einziges Streichholz verkauft.
Mit zitternden Händen zündete sie schließlich ein Streichholz an, um sich ein wenig zu wärmen. Als sie das Streichholz anzündete, hatte sie eine Vision von einem warmen Kamin. Aber als das Streichholz erlosch, verschwand die Vision und sie war wieder in der kalten Realität.
Sie zündete ein weiteres Streichholz an und sah diesmal eine festlich gedeckte Tafel mit köstlichem Essen. Aber wieder verschwand die Vision, als das Streichholz ausging. Sie zündete ein drittes Streichholz an und sah ihre verstorbene Großmutter, die einzige Person, die sie je geliebt hatte und die sie immer freundlich behandelt hatte.
Sie zündete ein weiteres Streichholz an, in der Hoffnung, ihre Großmutter länger zu sehen. Ihre Großmutter nahm sie in die Arme und flog mit ihr in den Himmel, weg von der Kälte und dem Elend, in die Wärme und das Licht.
Am nächsten Morgen fand man das kleine Mädchen erfroren in der Ecke einer Straße, ein Lächeln auf ihrem Gesicht und die verbrannten Streichhölzer in ihrer Hand. Die Leute, die sie fanden, wussten nicht von den schönen Visionen, die sie gesehen hatte, oder von der herrlichen Wärme und dem Glück, das sie in den Armen ihrer Großmutter gefunden hatte.
Die Geschichte ist eine tragische Erzählung über Armut und Verzweiflung, aber sie hat auch eine Art von Hoffnung und Schönheit in der Fantasie und in der Vorstellung einer liebevollen und fürsorglichen Existenz jenseits des Todes. Es ist eine der bekanntesten und bewegendsten Geschichten von Hans Christian Andersen.
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Claudia Wendt
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