Feuerwehr-Übung Eisretten und Eistauchen im Tiefen See

von City Report-pnr24

Feuerwehr-Übung Eisretten und Eistauchen im Tiefen See
Feuerwehr-Übung Eisretten und Eistauchen im Tiefen See
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Feuerwehr nutzen derzeitige Witterung für Übungen unter realen Bedingungen
Die Berufsfeuerwehr Potsdam nutzt die derzeitige winterliche Wetterlage, um unter realen Bedingungen die Rettung von Menschen aus dem Eis sowie das Eistauchen zu üben. Bei einer Übung im Tiefen See, am Anleger der Schiffbauergasse, waren 25 Kameradinnen und Kameraden der Berufsfeuerwehr sowie der Wache Babelsberg beteiligt. Die Lufttemperatur am Übungsort lag am Morgen bei -6 Grad Celsius.
„Ein entscheidender Faktor bei der Eisrettung ist die Zeit“, sagt Rainer Schulz, Bereichsleiter Gefahrenabwehr der Potsdamer Feuerwehr. „Das Wasser direkt unter der Eisdecke ist meist nur ein bis zwei Grad Celsius kalt und entzieht dem Körper die Wärme sehr schnell, etwa 27-mal schneller als an der Luft. Innerhalb von 15 Minuten kann ein Mensch je nach Umständen an den Folgen einer Unterkühlung sterben. Das Einbrechen und das Abtreiben unter der Eisdecke sind somit auch lebensbedrohlich für die Rettungskräfte. Trotz aller gebotener Eile ist deshalb eine Eigensicherung der Kolleginnen und Kollegen unerlässlich und Übungen zum Eisretten und Eistauchen unter realen Bedingungen so wichtig“, so Schulz.
Die letzte Eisrettung fand vor etwa sechs Jahren statt, als die Feuerwehrkräfte einen eingebrochenen Schlittschuhläufer retten konnten. Insgesamt ist das Risiko für die Retter, an der Einbruchstelle selbst einzubrechen oder ins Wasser gezogen zu werden, groß.

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