Nach Cyber-Angriff: Wichtige Anträge nur auf dem Postweg möglich

Nach Cyber-Angriff: Wichtige Anträge nur auf dem Postweg möglich
Feuerwehr arbeitsfähig / Zahlungen gewährleistet / Telefone funktionieren
Nach dem Abschalten der Internetverbindung der Landeshauptstadt
Potsdam ist der Bürgerservice der Landeshauptstadt Potsdam aktuell
noch immer nur eingeschränkt nutzbar. Die Verwaltung kann derzeit
keine E-Mails von außen empfangen und eingehende E-Mails werden auch
nicht weitergeleitet. Aus diesem Grund ist es nötig, dass Bürgerinnen
und Bürger alle Anträge schriftlich auf dem Postweg bei der Verwaltung
einreichen. Für Rückfragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
weiterhin telefonisch zur Verfügung. Anruferinnen und Anrufer können
auch die Behördennummer 115 sowie die zentrale Nummer 0331 2890
nutzen, dort werden sie an die zuständigen Kolleginnen und Kollegen
weitergeleitet.
„Trotz der Cyber-Attacke ist die Feuerwehr der Landeshauptstadt
Potsdam zu 100 Prozent arbeitsfähig. Die wichtige Nachricht für die
Bürgerinnen und Bürger, die von Zahlungen der Landeshauptstadt
abhängig sind: Wir können alle Auszahlungen beispielsweise an
Sozialhilfe- und Wohngeldempfänger, Jugendhilfeträger oder für
Honorare der Volkshochschullehrer gewährleisten, ebenso für die
Mitarbeitenden der Verwaltung“, sagt Oberbürgermeister Mike Schubert.
„Das Team von IT-Spezialisten arbeitet weiter intensiv und mit
externer Unterstützung daran, die Fehler zu beheben. Das gilt auch für
das Wochenende. Unser Fokus liegt auf der Arbeitsfähigkeit des Hauses
und darauf, allen Bürgerinnen und Bürgern wieder uneingeschränkt alle
Dienstleistungen der Verwaltung zu ermöglichen. Darüber hinaus werden
die Systeme weiter analysiert.“
Beim Thema Infektionsschutz bittet die Landeshauptstadt darum, alle
Hinweise per Fax an die Nummer 0331 289 2353 zu senden. Für Kurse in
der Volkshochschule können sich Interessierte per Telefon unter 0331
289 4566 anmelden.
Alle onlinebasierten Anwendungen der Stadtverwaltung sind derzeit
nicht nutzbar. Dazu zählen die für Bürgerinnen und Bürger relevanten
Serviceeinrichtungen unter anderem der KfZ-Behörde, die Urkundenstelle
des Standesamtes und das Portal Maerker und Maerker Plus. Die
Leistungen im Bürgerservicecenter stehen derzeit nur eingeschränkt zur
Verfügung; im Bürgerservice kann weiterhin nicht mit Karte gezahlt
werden. Telefone und Fax stehen weiter für die gesamte Stadtverwaltung
ohne Probleme zur Verfügung. Die interne Kommunikation über das
Intranet und den internen Mailverkehr bleibt grundsätzlich weiter
aufrechterhalten.
Die Landeshauptstadt Potsdam hat am Mittwochabend die
Internetverbindung der Verwaltung abgeschaltet. Hintergrund: In den
davorliegenden zwei Tagen waren in zentralen Netzzugängen der
Landeshauptstadt zahlreiche Ungereimtheiten festgestellt worden.
Verantwortlich dafür ist eine Schwachstelle im System eines externen
Anbieters, worüber versucht wird, von extern unautorisiert Daten der
Landeshauptstadt abzurufen oder Schadsoftware zu installieren. Um den
Schaden zu analysieren und um die Sicherheit der Daten zu
gewährleisten, sind externe IT-Sicherheitsfirmen und IT-Forensiker
beauftragt, die IT-Spezialisten der Verwaltung bei ihrer Arbeit zu
unterstützen. Die Landeshauptstadt hat Strafanzeige gegen Unbekannt
gestellt und die für IT-Sicherheit und Datenschutz verantwortlichen
Landes- und Bundesstellen informiert.
Aktuelle Informationen zum Stand der Arbeiten kommunizieren wir auf
der Internetseite www.potsdam.de sowie auf Twitter
www.twitter.com/lh_potsdam.
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