1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert: Jahreskampagne startet stimmungsvoll

Mit einem stimmungsvollen Auftakt im Rahmen der Veranstaltung
„Unterwegs im Licht“ startet die Landeshauptstadt morgen in das
1025. Jahr ihrer urkundlichen Ersterwähnung. Potsdams Oberbürgermeister
Jann Jakobs, Dr. Horst Gramlich, Oberbürgermeister von 1990 bis 1998,
Dr. Helmut Przybilski, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung
(SVV) von 1990 bis 1993 sowie Birgit Müller, die jetzige Vorsitzende der
SVV, eröffnen am 20. Januar 2018, 16:30 Uhr vor dem Bildungsforum die
Ausstellung „1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert“.
Auf dem Bauzaun vor dem ehemaligen Gebäude der Fachhochschule wird
anhand von 17 Themen, dargestellt mit aktuellen und historischen Fotos
sowie Texten, Stadtgeschichte der letzten 25 Jahre erzählt.
Oberbürgermeister Jann Jakobs, dessen Arbeit im Potsdamer Rathaus im
Juni 1993 begonnen hat, hebt hervor: „Unsere Stadt hat sich seit der
1000-Jahr-Feier im Jahr 1993 enorm verändert. Durch Eingemeindungen in
den Jahren 1993 und 2003, Zuzüge und eine erfreulich hohe Zahl an
Geburten ist Potsdam gewachsen. Dank des außerordentlichen öffentlichen
und privaten Engagements wurde unsere Stadt schöner und anziehender. Die
Anzahl der Potsdam-Besucher hat sich um das Vierfache erhöht. Das
vielleicht Wichtigste ist der Stimmungswandel, der sich seit 1993
vollzogen hat – Potsdam wurde von der ‚Jammerhauptstadt‘ zur
‚Boomtown‘ des Ostens. Wir können sehr stolz auf unsere Heimatstadt
sein.“
Die Open-Air-Ausstellung geht auf wichtige Zäsuren der letzten Jahre
ein. Eines der Themen steht unter der Überschrift „Heißer Herbst
1993“. Dr. Horst Gramlich blickt zurück: „Es war eine der
schwierigsten und zugleich wichtigsten Entscheidungen, die wir
seinerzeit treffen mussten. Beim Votum für ein neues Heizkraftwerk auf
der Basis von Erdgas mussten emotionale Momente – die Solidarität mit
den Kumpeln in der Lausitz – gegen Rationalität, also
Zukunftsfähigkeit, abgewogen werden. Mit der knappen Entscheidung
gegen die heimische Braunkohle haben wir uns seinerzeit nicht nur
Freunde gemacht.“ Auch Dr. Helmut Przybilski kann sich noch gut an die
Stadtverordnetenversammlung vom 20. Oktober 1993 erinnern. „Vor den
Türen des Rathauses demonstrierten die Bergleute. Vertreter der
Landesregierung warben massiv für die heimische Braunkohle, die Stimmung
war enorm angespannt.“ Für Birgit Müller, die seit 1990 Mitglied der
Stadtverordnetenversammlung ist, gehören die Entscheidungen zur
Potsdamer Mitte zu den wichtigsten. „Als ich mich 1996 für den
Wiederaufbau des Fortunaportals eingesetzt habe, stieß dies bei einigen
Abgeordneten – auch meiner eigenen Fraktion – auf Unverständnis.
Heute ist sichtbar, welche Dynamik die Potsdamer Mitte in den letzten
zweieinhalb Jahrzehnten erfahren hat.“ Auch der Stellenwert der
Bundesgartenschau 2001 wird mit der Ausstellung beleuchtet. „Die
Entscheidung, sich für die Ausrichtung der BUGA 2001 zu bewerben, fiel
schon 1995. Wir haben gesehen, welche Wirkungen die Gartenschau für
Cottbus gebracht hatte und warfen mutig mit einen neuen, dezentralen
Konzept unseren Hut in den Ring. Es hat sich gelohnt“, so das Resümee
der Politiker-Runde.
Die Ausstellung wurde auf Grundlage eines inhaltlichen Konzepts der
Landeshauptstadt Potsdam vom Potsdamer Grafiker Peter Rogge gestaltet.
Der Potsdamer Historiker Dr. Johannes Leicht hat Texte und Fotos
recherchiert. 40 Fotografen steuerten Aufnahmen bei. Die aktuellen
Motive stammen von Mathias Marx. Produktion und Montage der
Ausstellungstafeln hat das Unternehmen Digidax – ebenfalls aus Potsdam
- übernommen. Zahlreiche Themen finden sich auch im aktuellen
Stadtwerkekalender wieder. In den kommenden Monaten werden die
dargestellten Inhalte im Rahmen sehr unterschiedlicher
Veranstaltungsformate vertieft. Jann Jakobs dazu: „Wir laden die
Potsdamerinnen und Potsdamer sowie die Gäste unserer Stadt zur
Diskussion über Geschichte und Perspektive unserer Stadt ein.“ Eine
Broschüre, die u. a. direkt am Bauzaun zum Abholen bereitliegt, stellt
die Themen der Ausstellung dar und informiert über eine Auswahl von
Veranstaltungen. Die stets aktuelle Übersicht über die Termine sowie
eine englische Version der Publikation gibt es im Internet unter
www.potsdam.de/1025-jahre-potsdam
Sonderprogramm auf der Aktionsfläche vor dem Bildungsforum
Im Rahmen von „Unterwegs im Licht“ können die Besucher morgen einen
Vorgeschmack auf eigens für die Jahreskampagne konzipierte Rundgänge
erleben. Unter dem Titel „Ein Hoch auf Potsdam – Vom Alten Markt
entlang der Alten Fahrt hinauf zu einem der schönsten Ausblicke auf
Potsdam“ gibt es Sonderführungen. Die Nachfrage nach diesem Angebot
ist so hoch, dass die drei Führungen morgen leider bereits ausgebucht
sind. Die PMSG Potsdam Marketing und Service ist schon dabei, weitere
Termine zu definieren, um das Interesse der Gäste an diesem
interessanten Angebot bedienen zu können.
Spannung verspricht morgen auch eine Fahrt in einer Gondel mit Blick
auf die Potsdamer Mitte. Schon ab 15 Uhr haben Besucherinnen und
Besucher die Möglichkeit, von einer Gondel aus, die an einem Kran hängt,
einen Blick auf die benachbarte Baustelle und den dezent inszenierten
Stadtkanal zu werfen. Ebenso wie die Mehrzahl der anderen Angebote von
„Unterwegs im Licht“ ist die Gondelfahrt kostenlos. Der Kran hat
seinen Standort auf einer Aktionsfläche vor dem Bildungsforum in der
Friedrich-Ebert-Straße. An dieser Stelle findet um 16:30 Uhr auch die
Ausstellungseröffnung statt. Bereits ab 15 Uhr gibt es hier Musik,
Kulinarik und Unterhaltung für die großen und kleinen Besucher des
Festes. DJ Eric Now – er gehört seit mehreren Jahren zu den
erfolgreichsten und meistgebuchten DJs für nationale und internationale
Events – wird zusammen mit zwei ebenfalls sehr renommierten Musikern
für Stimmung sorgen: dem Ausnahme-Saxophonisten ROOL, der nicht nur
einer der gefragtesten Live-Musiker in Deutschland sondern auch
Komponist und Arrangeur ist, und dem Berliner TAYFUN SCHULZKE – einem
Multipercussionisten an den Percussions. Kinder können sich mit
Leuchtfarben schminken lassen und sind damit bestens gerüstet für den
Laternenumzug, der 17:30 Uhr vor dem Filmmuseum startet. Es gibt
Close-Up-Zauberei mit viel Licht von Markus Stocker, die nicht nur
Kinder, sondern auch Erwachsene begeistern wird. Für kulinarische
Angebote sorgen an dieser Stelle zwei Foodtrucks, die u. a. mexikanische
Burritos sowie Glühwein, warmen Apfelsaft und alkoholfreien Punsch im
Angebot haben. Um 19 Uhr, also nach der Show im Innenhof des
Kutschstalls, gibt es einen weiteren Auftritt des Close-Up-Zauberers und
Bauchredners Markus Stocker.
Das komplette Programm von unterwegs im Licht ist abrufbar unter
https://www.potsdam.de/content/unterwegs-im-licht-0
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