USA / Vereinigte Staaten: Reise- und Sicherheitshinweise

von City Report-pnr24

USA / Vereinigte Staaten: Reise- und Sicherheitshinweise

Der Hurrikan „Irma“ hat als „Major Hurricane“ der höchsten Kategorie 5 mit Winden von mehr als 250 km/h die nordöstliche Karibik einschließlich der US-amerikanischen Jungferninseln und Puerto Rico überquert und zum Teil erhebliche Schäden verursacht. Er wird im weiteren Verlauf voraussichtlich am Sonntag, den 10. September 2017 nur leicht abgeschwächt auf Florida treffen.


Es gilt die höchste Alarmstufe an allen Küsten Floridas sowie am Lake Okeechobee, für mehrere Regionen wie die Florida Keys und Tampa Bay gilt die höchste Sturmflutwarnung.
Für die Bundesstaaten Florida, Georgia, South und North Carolina wurde der Ausnahmezustand verhängt.
Es muss im gesamten Bundesstaat Florida und in angrenzenden nördlichen Bundesstaaten mit starken Stürmen, heftigen Regenfällen, Überschwemmungen und Erdrutschen gerechnet werden.
Bewohner und Touristen in zahlreichen Counties in Florida und in bestimmten Gebieten von Georgia (nah der I-95) müssen die Gegend verlassen und sich in Sicherheit bringen.
Der Flughafen Miami International, der Flughafen in Orlando und alle Seehäfen wurden geschlossen. Sie stehen nicht als Notunterkünfte zur Verfügung. Der Flughafen Atlanta ist weiterhin geöffnet.
In allen Counties außer Monroe gibt es Schutzräume (Shelter). Auch Reisende sollten diese aufsuchen und keinesfalls noch unterwegs sein, wenn der Sturm ankommt.
Es ist damit zu rechnen, dass es zu weitreichenden Stromausfällen kommen wird und auch die Kommunikation zusammenbricht.


Für weitere Informationen können sich Betroffene an die amtliche Hotline-Nummer 311 wenden.
In einem akuten Notfall sollte der Notruf 911 gewählt werden.


Weitere Informationen und Updates finden sich auf den Webseiten von FEMAFlorida DisasterGeorgia Emergency ManagementSouth Carolina Emergency Management und North Carolina Emergency Management, zu den amtlichen Evakuierungsunterkünften in den Counties auf deren Webseiten, wie z.B.: www.miamidade.govwww.broward.orgwww.monroecounty-fl.gov


Das deutsche Generalkonsulat Miami bleibt bis auf weiteres geschlossen. Die Erreichbarkeit ist über Bereitschaftsdienste in Miami und Washington sichergestellt.


Reisende werden gebeten, die Wettervorhersage, stets aktuelle Informationen des National Hurricane Centers zu beachten und die Anweisungen der mit diesen besonderen Situationen sehr erfahrenen lokalen Behörden unbedingt zu befolgen, siehe auch Naturkatastrophen.


In Houston, Texas sind die lokalen Behörden in einigen Stadtteilen infolge des Hurrikans „Harvey“ weiterhin mit Sicherungsmaßnahmen auf Grund der Überschwemmungen befasst. Nächtliche Ausgangssperren gelten nur noch in den betroffenen Stadtteilen. Im Umkreis einer Chemiefabrik nordöstlich von Houston ist weiterhin mit Einschränkungen zur Vermeidung gesundheitlicher Risiken zu rechnen.
Reisenden wird geraten, engen Kontakt mit ihren Reiseveranstaltern bzw. Fluggesellschaften zu halten sowie ggfs. Anweisungen der lokalen Behörden zu beachten.


In den gesamten USA kann es aktuell häufiger zu politischen Demonstrationen kommen. Dabei besteht auch eine erhöhte Gefahr politisch motivierter Gewalt. Es wird daher empfohlen, insbesondere in städtischen Ballungszentren die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen und Demonstrationen weiträumig zu meiden.


Ungeachtet der von Nordkorea ausgesprochenen Bedrohung wird eine konkrete Gefährdung deutscher Staatsangehöriger auf Guam derzeit nicht gesehen. Sie kann im Fall einer weiteren Eskalation gleichwohl nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Reisende nach Guam sollten sich in die Krisenvorsorgeliste eintragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Dabei ist als zuständige Auslandsvertretung die Botschaft Manila zu wählen, die konsularisch für Guam zuständig ist.


Ein Einreiseverbot („Travel Ban“) für Staatsangehörige von Iran, Jemen, Libyen, Somalia, Sudan und Syrien ist nach einer Entscheidung des US Supreme Court in der Nacht zum 30. Juni 2017 teilweise in Kraft getreten.
Nähere Einzelheiten finden sich u.a. auf der Webseite des US-Außenministeriums.


Von der Regelung nicht betroffen sind deutsche Staatsangehörige, die zusätzlich eine der vorgenannten Staatsangehörigkeiten besitzen (sogenannte Doppelstaater), sofern sie mit ihrem deutschen Pass und dem ggf. erforderlichen Visum reisen.


Bezüglich weiterhin geltender Einschränkungen bei der visumfreien Einreise in die USA (Visa Waiver Programm) im Zusammenhang mit früheren Reisen nach Irak, Iran, Syrien, Sudan, Somalia, Libyen und Jemen wird auf die Ausführungen im Abschnitt „Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige“ hingewiesen.


Das US-Heimatschutzministerium hat entschieden, ein sog. „Laptop-Verbot“ auf Flügen aus Europa in die USA vorerst nicht einzuführen, dabei aber strengere Sicherheitskontrollen für alle Direktflüge in die USA angeordnet. Auch deutsche Abflugorte sind von dieser Regelung betroffen und es muss mit erhöhten Wartezeiten gerechnet werden.
Reisenden wird empfohlen, frühzeitig am Abflugort zu sein und im Zweifelsfall direkten Kontakt mit ihrer Fluggesellschaft aufzunehmen.


Es wird empfohlen, die Entwicklung der Einreisebestimmungen in den Medien und in diesen Reise- und Sicherheitshinweisen zu verfolgen. Reisende müssen in jedem Fall derzeit mit verstärkten Kontrollen und Befragungen bei der Einreise rechnen. Ob die Einreise erlaubt wird, steht wie üblich im Ermessen des jeweiligen US-Grenzbeamten.


Verbindliche Auskünfte über die Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen in den USA können in Deutschland nur die Botschaften und Konsulate der USA erteilen.




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus
Die US-Regierung bekräftigt ihre Warnung vor Attentaten und ruft zu besonderer Vorsicht auf.
Für alle Flüge in die USA gelten verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Reisende sollten bei Reiseantritt ausreichend Zeit (mindestens 3 Stunden) einplanen, um diese Kontrollen rechtzeitig vor dem Abflug passieren zu können. Außerdem wird empfohlen, sich rechtzeitig bei der Fluggesellschaft zu erkundigen, welche Gegenstände im Handgepäck mitgeführt werden dürfen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Department of Homeland Security und bei der nachgeordneten Transportation Security Administration


Kriminalität
Achten Sie stets auf Ihre Wertgegenstände. Geld, Tickets und andere Wertgegenstände sollten an einem sicheren Ort, z. B. im Hotel Safe, aufbewahrt werden. Auch in den USA sollten Wertsachen nicht in einem geparkten Wagen zurückgelassen werden. Vor allem an Flugplätzen, Busbahnhöfen oder Bahnhöfen gilt: Vorsicht vor Taschendieben! Für alle Fälle empfiehlt es sich, von allen wichtigen Dokumenten, einschließlich Flugticket, Kopien anzufertigen und getrennt aufzubewahren.
In den USA ist es vergleichsweise leicht, in den Besitz von Waffen zu gelangen. Sollten Sie Opfer eines bewaffneten Überfalls werden, versuchen Sie nicht, sich zu wehren!

Naturkatastrophen
In Mexiko, in Zentralamerika, der Karibik und den südlichen Bundesstaaten der USA ist von Mai bis November Hurrikan-Saison.
Ähnliches gilt im Mittleren Westen für Gefahren durch Tornados zwischen März und Juli. Reisende in diese Regionen werden gebeten, die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland zu beachten.
Im Winter können an der Ostküste Schneestürm auftreten, die u.a. zu Einschränkungen des Flugverkehrs führen.

In den Monaten Juni bis November kommt es in Kalifornien aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen immer wieder zu Busch- und Waldbränden, die oft nur schwer unter Kontrolle gebracht werden können. Aktuelle Informationen finden sich u.a. beim  Department of Forestry and Fire Protection
Auch in anderen Bundesstaaten, insbesondere im Süden und Südwesten der USA, können Busch- und Waldbrände auftreten. Reisende sollten auf entsprechende Meldungen in den Medien und ggf. Hinweise der lokalen Behörden achten.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgelisteeinzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

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