Die Phantasie der Gedanken
von Ave Aventin

Phantasie & Gedanken - Parabel - Allegorie & Leben
Reiter - Gruppe - Phantasie & GedankenEin Mann wanderte eines Tages eine verlassene Straße entlang. Die Nacht brach gerade herein, als er einen Trupp Reiter erspähte, der ihm entgegenkam.
Seine Phantasie begann zu spielen: er befürchtete, die Reiter könnten ihn ausrauben oder in der Armee zwangsverpflichten. Seine Angst wurde so groß, dass er über eine Mauer sprang, dabei seinen rechten Fuß verstauchte und sich auf einem Friedhof wiederfand.
Die Mitglieder der Reitergruppe hatten ihn jedoch gesehen und von den unterstellten Ansichten des Wanderers völlig unwissend, wurden sie neugierig und folgten ihm.
Als sie ihn fanden, lag dieser regungslos neben einem großen Grabstein im Friedhof auf dem Boden.
Einer der Reiter fragte ihn freundlich: „Können wir Ihnen helfen? - Warum befinden Sie sich in dieser misslichen Lage?“
Der Mann erkannte, dass er sich geirrt hatte, und versuchte zu antworten: „Das ist schwerer zu erklären, als Sie annehmen.
Sehen Sie, ich bin hier ihretwegen - und Sie, Sie sind hier meinetwegen.“
Phantasie der Gedanken - Parabel - Allegorie & Leben
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Ave Aventin
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