Buchtipp: Klassische Kunst im Museum neu entdeckt

Wolfgang
Luef durchquert ein Museum und findet Parallelen zu seinem Leben. „Vom
wunderbaren Leben mit Katzen“ und „Vom wunderbaren Leben als Paar“ heißen seine Bücher.
Sie
gehen durch die Ausstellungsräume eines Museums und betrachten die
Kunstwerke. Plötzlich wird Ihnen klar, dass die dargestellten Personen
die gleichen Probleme und Belanglosigkeiten haben wie wir heute. Es ist,
als ob die Maler bereits vor Jahrhunderten unsere heutige Welt
vorhergesehen hätten.
Das „Wunderbare“ daran ist, dass es diese Scherereien schon seit Urzeiten gibt.
Maler
haben die Gesichtsausdrücke eingefangen. Wolfgang Luef erkennt in den
Bildern die heutigen Probleme auf einen Blick, ähnlich wie bei einer
stets neuen Inszenierung einer Oper – zum Piepen.
„Junge
Frau schält Äpfel“ von John George Brown von 1855. Eine junge Frau
sitzt mit einer Schüssel Äpfel auf dem Schoß einfach nur da. Sie schaut
geistesabwesend in die Ferne – auf das andere Bild – und sieht dabei
nicht besonders glücklich aus. Die Arbeit will ihr nicht von der Hand
gehen. Das Messer und der Apfel ruhen in ihren Händen.
Der Text
darunter: „Sie, tief enttäuscht, dass er ihr vom Einkaufen keine Eier
mitgebracht hat, wo sie doch gerade einen Apfelkuchen machen wollte.“
Auf der gegenüberliegenden Seite ist ein Bild aus der Werkstatt von El Greco: „Der heilige Paul“ von circa 1605.
Er
schaut ebenfalls mit betrübtem Blick zur Seite in Richtung der jungen
Frau. In der Hand hält er ein zusammengefaltetes Stück Papier, auf das
er mit dem Zeigefinger hindeutet. Die Unterschrift lautet: „Er,
vorsichtig darauf hinweisend, dass sie ihm auf dem Einkaufszettel keine
Eier notiert hat“...
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Dorle Knapp-Klatsch
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Mein Name ist Dorle Knapp-Klatsch und ich widme mich leidenschaftlich den schönen Seiten des Lebens. Als Herz und Seele vom Kulturmagazin 8ung.info genieße ich Kunst, Kultur und Natur, besuche gern Oper, Theater, Kino, Ballett und schreibe darüber. Natur und Umwelt gehört zu meinem Lebensstil. Mein Anspruch ist es, fundiert und authentisch zu berichten. Deshalb lese ich alle Bücher, besuche Opern, Ballette, Filme und Ausstellungen, über die ich schreibe.
Ich genieße es, kulturelle Angebote allein zu entdecken, um mich voll und ganz auf die Eindrücke und Denkanstöße zu konzentrieren. Mein Motto lautet: Nur eine gute Empfehlung ist eine echte Empfehlung.
Mit meiner Erfahrung und Begeisterung für Kultur möchte ich meine Leser inspirieren.
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