2 Abos und 0 Abonnenten
Artikel

Donald Trump Jr. gesteht Treffen mit russischer Anwältin

Ein treffen seines sohnes knnte donald trump in noch grere schwierigkeiten bringen

Die älteste Sohn des US-Präsidenten: Donald Trump Jr.

Donald Trumps ältester Sohn Donald Jr. traf sich im Juni vergangenen Jahres mit einer russischen Anwältin, die mit der russischen Regierung in Verbindung stand.

Zuvor waren Trump Jr. von der Anwältin belastende Informationen über Hillary Clinton versprochen worden, die später gegen seinen Vater im US-Präsidentenwahlkampf kandidierte. Das berichtete die „New York Times" am Wochenende und beruft sich dabei auf Mitarbeiter des Weißen Hauses.

Bei dem Treffen, das am 8. Juni 2016 im Trump-Tower stattfand, waren außerdem noch der damalige Wahlkampfleiter Paul Manafort und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump Jared Kushner anwesend. Die Informationen über das Treffen waren am Wochenende in Bruchstücken bekannt gegeben worden.

Zögerlich gibt Trump Jr. Details zu dem Treffen preis

Trump Jr. hatte am Samstag zunächst bestätigt, dass ein Treffen zwischen ihm und der russischen Anwältin Natalia Weselnizkaja stattgefunden hatte. Am Sonntag schob er dann nach, dass das Treffen unter dem Versprechen stattfand, belastende Informationen über Hillary Clinton zu erhalten. Sein Vater habe nichts von dem Treffen gewusst.

Das Treffen schlägt in den USA Wellen, da es auf Kontakte der Trumps im US-Wahlkampf 2016 zu Russland hindeutet. Die amerikanischen Geheimdienste gehen bisher davon aus, dass Russland die Wahl manipulierte. So sollen russische Hacker unter anderem E-Mails von Clintons demokratischer Partei gestohlen und bei Wikileaks veröffentlicht haben, welche die Demokraten bloßstellten.

Trump Jr. betont allerdings, dass er in dem Treffen keine belastenden Informationen zu Clinton erhalten habe. Es sei ein Lockmittel der Anwältin gewesen, ihm belastendes Material zu versprechen. Tatsächlich wäre es in der Begegnung aber um ein anderes Anliegen der Anwältin gegangen. Sie habe mit ihm über ein Adoptionsprogramm sprechen wollen, bei dem russische Kinder von Amerikanern adoptiert wurden, das aber Jahre zuvor von Russlands Präsident Wladimir Putin eingestellt worden war.

Trump Jr. verteidigt sich

Das Treffen mit der Anwältin habe lediglich 20 bis 30 Minuten gedauert und es habe keinen weiteren Termin gegeben. Es sei legitim, im Wahlkampf Informationen über den politischen Gegner einzuholen, verteidigte sich Trump Jr.. Kritiker halten dagegen, dass das Einholen von Informationen von fremden Regierungen nicht üblich sei.

Der älteste Sohn von Donald Trump hat zurzeit keine Funktion in der amtierenden Regierung. Er leitet stattdessen die Geschäfte des US-Präsidenten, während dieser im Amt ist. Kushner wurde nach der Wahl von Trump als Berater eingestellt. Manaford steht laut US-Inlandsgeheimdienst FBI im Moment im Verdacht, während des Wahlkampfs Kontakt zu russischen Beamten gehabt zu haben. Auch das Treffen zwischen Trump Jr, Manaford und Kushner mit der russischen Anwältin wird jetzt von Ermittlern überprüft.

Zum Original