World Press Photo: Die Nominierten stehen fest
von Andreas Schröter

World Press Photo: Auch dieses Foto von Ivor Prickett aus Mosul gehört zu den Nominierten.
Brennende Körper, blutende Köpfe und Gesichter voller Angst - vom 9. Juni bis 1. Juli 2018 zeigt das Depot in Kooperation mit DEW21 als eine der ersten Ausstellungsorte weltweit die World Press Photo-Ausstellung. Die Nominierten für das beste Presse-Foto stehen jetzt fest.
Jedes Jahr wählt die Jury der "World Press Photo Foundation" die besten Presse-Foto des Jahres aus. Die Sieger-Fotos werden dann in verschiedenen Orten auf der ganzen Welt ausgestellt. Das Depot, Immermannstraße 29, gehört zu den ersten Ausstellungsorten, in denen die "World Press Photo"-Ausstellung gezeigt wird. Exklusivsponsor ist die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21).
Aus 73.044 Fotos von 4.548 Fotografen aus 125 Ländern hat die Jury 42 Fotografen aus 22 Nationen als Sieger ausgewählt. Die Ausstellung umfasst prämierte Serien und Einzelbilder aus acht Kategorien: Allgemeine Nachrichten, Spot-News, Zeitgenössische Themen, Umwelt, Portraits, Natur, Sport und Langfristige Projekte.
Sechs Nominierte für das World Press Photo of the Year
Aus allen prämierten Fotos wählt die Jury schließlich auch das Presse-Foto des Jahres aus. Dafür sind sechs Fotos nominiert.
Es sind drastische Bilder, die die Folgen bloßer Gewalt offenlegen, die blankes Entsetzen oder Verzweiflung in den Augen der Fotografierten zeigen - und Bilder, die symbolisch sind für die Situation einer Gruppe, einer Generation oder eines ganzen Landes. Es sind Szenen aus Venezuela, London und dem Irak - aus allen Teilen der Welt.
Der Fotograf Ivor Prickett hat mit der Kamera einen Mann in Venezuela eingefangen, der mit einer Gasmaske an einem Haus entlang rennt - in Flammen stehend. Ein anderes Foto von Adam Ferguson zeigt die Frontalaufnahme eines Mädchens, das ein Selbstmordattentat überlebt hat. Voll von Gewalt, auch wenn es keine direkte Gewalt zeigt, ist ein Foto von Toby Melville. Zu sehen ist eine Frau, die nach dem Attentat auf der Westminster Bridge in London, blutend zwischen Postkarten liegt. Über ihr lehnt eine helfende Passantin.
Außerdem nominiert sind Patrick Brown mit einem Foto, das getötete Rohingya zeigt, und Ivor Prickett mit zwei Fotos aus dem irakischen Mosul. Der Gewinner wird am 12. April beim "World Press Photo"-Festival in Amsterdam bekannt gegeben.
Der "World Press Photo Award" ist international der wichtigste Preis für Pressefotografie und weltweit der größte Wettbewerb seiner Art.
Weitere Information zur "World Press Photo Foundation" sowie alle nominierten Fotos sind auf der Webseite einsehbar.
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Andreas Schröter
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