Theater im Depot: [1]
von Andreas Schröter

Markus Veith und Kirsten Annika Lange in "Die besten Tage meines Lebens" im Theater im Depot. Handyfoto: Schröter
Einen unterhaltsamen und witzigen Theaterabend erlebten die Zuschauer am Samstag bei der Premiere von „Die besten Tage meines Lebens“ unter der Regie von Tony Glaser im Theater im Depot.
In der Komödie von Frank Pinkus geht es um einen Mann, den Gartenbauarchitekten Klaus (Markus Veith), und eine Frau, die Künstlerin Anna (Kirsten Annika Lange), die sich schon ihr ganzes Leben lang auf wundersame Weise immer mal wieder begegnen, ohne sich je zu verabreden und ohne je ein Paar geworden zu sein. Nun jedoch sind sie miteinander gesehen worden und geraten gegenüber ihren Ehepartnern, die die beiden Schauspieler der Einfachheit halber gleich mitspielen, in Erklärungsnot.
Schauspieler zeigen, was sie können
Das Stück dürfte eines sein, das Schauspielern gefällt, weil sie unterschiedliche Charaktere spielen und somit die ganze Bandbreite ihres Könnens zeigen dürfen: Bengel und Zicke am ersten Schultag (wobei sie ihn schwer demütigt), Teenies mit Zahnspange und Machogehabe in der Tanzschule – eine Begegnung, die ebenfalls schlecht läuft, und vieles mehr. Die Zuschauer sehen Klaus schwer vergrippt, besoffen oder als Aktmodell und Anna in der Sauna, als Braut, im sexy Outfit beim Fitnesstraining oder als Malerin. Und weil sich das Stück in mehrere kurze Szenen aufsplittet – den Treffen der beiden im Laufe der Jahre – ist das Ganze trotz seiner Spieldauer von über zwei Stunden (inklusive einer Pause) enorm kurzweilig.
Gut gelauntes Publikum
Zum Gelingen dieser Premiere tragen nicht nur die guten Darsteller auf der Bühne, sondern auch das gut gelaunte Publikum bei. Als in den Zuschauerrängen einmal eine Bierflasche oder etwas Ähnliches umfällt, während es auf der Bühne um Klangschalen geht, bricht der ganze Saal in lautes Lachen aus.
Je öfter Klaus und Anna sich treffen, desto näher kommen sie sich. Aus purer gegenseitiger Abneigung zu Beginn wird immer mehr so etwas wie Zuneigung, und zum Ende hin bezieht das Stück seine Spannung aus der Frage, ob aus den beiden vielleicht doch noch mehr wird, als nur „gute Freunde“.
Meine Empfehlung: reingehen und einen entspannten Theaterabend erleben!
Weitere Vorstellungen sind (zunächst) für den 4. Februar und den 18. März – jeweils um 18 Uhr – geplant.
Andreas Schröter
www.depotdortmund.de
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Andreas Schröter
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