Zeitleiste der Cyberangriffe auf Microsoft Exchange Server rekonstruiert

Unit 42, das Bedrohungsforschungsteam von Palo Alto Networks, hat neue Erkenntnisse zu den jüngsten Cyberangriffen auf Microsoft Exchange Server gewonnen. Ein Blick zurück: Am 2. März wurden Sicherheitsexperten auf vier kritische Zero-Day-Schwachstellen in Microsoft Exchange Server aufmerksam (CVE-2021-26855, CVE-2021-26857, CVE-2021-26858 und CVE-2021-27065). Gleichzeitig mit dem Bekanntwerden dieser Schwachstellen veröffentlichte Microsoft Sicherheitsupdates und technische Anleitungen, die die Wichtigkeit des sofortigen Patchens betonten, und wies auf die aktive und laufende Ausnutzung durch eine Advanced Persistent Threat (APT) namens HAFNIUM hin. Seit den ersten Angriffen haben Unit 42 und eine Reihe anderer Threat-Intelligence-Teams festgestellt, dass mehrere Bedrohungsgruppen diese Zero-Day-Schwachstellen nun in freier Wildbahn ausnutzen.
Sowohl die Schwachstellen selbst als auch der Zugriff, der durch deren Ausnutzung erreicht werden kann, sind erheblich. Es ist daher nicht überraschend, dass mehrere Angreifer versuchten und weiterhin versuchen, anfällige Systeme zu kompromittieren, bevor diese von Netzwerkadministratoren gepatcht werden. Diese Angriffe geschahen in einem noch nie dagewesenen Ausmaß. Mit Stand vom 8. März schätzte Unit 42 – auf Basis der von der Palo Alto Networks Expanse-Plattform gesammelten Telemetriedaten – die Zahl der weltweit noch ungepatchten Exchange Server auf über 125.000.
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