Unified Communications: Die Migration auf All-IP verspricht viele Vorteile

von Albert Absmeier

Unified Communications: Die Migration auf All-IP verspricht viele Vorteile


UC-Lösungen müssen vielfältige Anforderungen erfüllen, darunter den Technologiewechsel zu All-IP, die Auslagerung in die Cloud, aber auch die Möglichkeit zur Einbindung der Gebäudeautomation. Stephan Leschke, Vorstandsvorsitzender von Ferrari electronic, erklärt, welche Aspekte dabei wichtig sind.
Welche Vorteile bringt der Umstieg auf All-IP mit sich?

Die Abkündigung des analogen Festnetzes und ISDN zugunsten von IP lässt Unternehmen keine Wahl. Der Umstieg zu All-IP auch auf der anderen Seite des Telefonsteckers ist notwendig, um die Kommunikationsanforderungen der Gegenwart und Zukunft zu meistern. Die Migration verspricht viele Vorteile: eine sichere, hochverfügbare Kommunikation, schlankere Geschäftsprozesse und Kosteneinsparungen.

Was sind die größten Herausforderungen für Firmen?

Zunächst einmal ändert sich die Übertragungsart der Kommunikationswege grundlegend von Analog oder ISDN zu SIP. Die getätigte Investition in eine bestehende klassische Telefonanlage kann man schützen, indem man ein Mediagateway wie OfficeMaster Gate Advanced nutzt, das zwischen den ITK-Welten vermittelt.

Darüber hinaus gibt es keinen einheitlichen Standard in der »neuen« IP-Kommunikation über SIP-Trunks. Hier werden – ähnlich unterschiedlicher Dialekte – verschiedenste Funktionen auf unterschiedlichste Weise unterstützt. Ein Session Border Controller schafft Abhilfe, indem er zwischen den Dialekten übersetzt.

Das Fax in All-IP-Netzen ist eine besondere Herausforderung. Nur wenige Hersteller haben sich dieser so konsequent gestellt wie wir mit unserem Produkt DirectSIP, das Faxen in IP-Netzen auf den gewohnten Standard hebt.

Wie können Cloud-basierte UC-Angebote in die Kommunikationsinfrastruktur integriert werden?

Die Auslagerung von UC-Komponenten in die Cloud setzt sich immer mehr durch. Unternehmen, die Skype for Business oder Office 365 als Plattform für ihre Kommunikation nutzen, benötigen für die Fax- oder Voicemail-Einbindung ein Bindeglied, das für den Cloud-Einsatz vorbereitet ist. Der Office-365 Connector, Bestandteil unserer OfficeMaster Suite, ist ein solches Tool. Er vereinfacht die Verwaltung von Fax- und Sprachnachrichten in Office 365 und integriert das Fax mit einem Höchstmaß an Sicherheit.

Wie lassen sich UC-Umgebungen sinnvoll erweitern? 

In vielen Branchen ist es heute üblich, Telefonate mitzuschneiden. Wenn im Januar 2018 die EU-Richtlinie MiFID-II in Kraft tritt, sind Finanzunternehmen verpflichtet, die Kundenkommunikation beim Verkauf von Finanzprodukten fünf Jahre aufzubewahren; auch mündliche Beratungen oder Aufträge per Telefon. Sie müssen ihre ITK also rechtzeitig aufrüsten. Besonders praktisch sind hier Mitschnittlösungen, die sich in die ITK-Infrastruktur integrieren lassen wie unsere CallRecording-Lösung.

Wie lassen sich Bereiche der Gebäudeautomation in die UC-Lösung einbinden?

Die Zutrittskontrolle ist eine gefragte UC-Zusatzfunktion. Ein häufiges Problem dabei: Bei einem Großteil der Türsprechanlagen sind Video und Audio getrennt, das heißt, sie sind dadurch nicht kompatibel mit modernen UC-Lösungen. Die (Video-)Gegensprechanlage kann jedoch in die UC-Lösung mithilfe unseres EntryControl eingebunden werden. Die Videodaten verschiedener Kamerahersteller werden so mit den Audiodaten der Gegensprechanlagen kombiniert und als Video-Call am PC oder zum Tischtelefon der Mitarbeiter durchgestellt. Besuchern wird die Tür ganz smart vom Arbeitsplatz aus geöffnet.

 



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