Volker Watschounek

Journalist, Redakteur, Social Media Beratung, Wiesbaden

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20 Stunden Rennatmosphäre - vom Rücksitz aus

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Wilfried Schäfer und Sandra Hübner in ihrem Lagonda Tourer LG 45, Baujahr 1935 auf dem Weg zum Sieg.

Der Duft von Benzin und Motorenöl hängt noch in der Luft. Hinter mir liegen zwei Etappen der 33. HMSC Oldtimer Rallye in einem Daimler Benz 170 DA OTP, einem restaurierten Polizeiauto aus dem Jahr 1951. Nach zwei mal zehn Stunden Rennatmosphäre als Mitfahrer bin ich infiziert. Nicht Bordbuch lesend, sondern aus der zweiten Reihe von der Rückbank aus beobachtend.


Dass Rallyefahren nicht gleich Autofahren bedeutet, und dass eine Oldtimer-Rallye Finessen birgt, der selbst modernste Technik nicht gewachsen ist, hat mich nach wenigen Kilometern nicht abgeschreckt. Kurz nach dem Start am Rathaus erklären mir Wolfgang Hanusch und sein Sohn Dirk, dass das Bordbuch für traditionelle Fahrer unerlässlich sei. Wir sind auf dem Weg zu unserer ersten gemeinsam Wertungsprüfung, einer von vielen, die wir an den zwei Renntagen passieren werden. Anstatt eine Strecke nur abzufahren und um Positionen zu kämpfen, tragen die Rallye-Teilnehmer Wertungsprüfungen auf abgegrenzten Teilabschnitten aus, die schließlich zur Gesamtwertung führen. Es zählt nicht, wer zuerst durchs Ziel kommt. Es geht darum, bei den Wertungsprüfungen abgesteckte Zeitabschnitte so exakt wie möglich in vorgegebenen Zeiten zu fahren.


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