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Drei Schulen im Landkreis gewinnen bei Europa-Wettbewerb - Echo Online

DARMSTADT-DIEBURG - Mehr als 6000 Schüler nahmen teil, 78 haben gewonnen - jetzt wurden Schüler aus Hessen im Regierungspräsidium Darmstadt geehrt. Auch drei Schulen aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg waren unter den Preisträgern.


Worum ging es? Der Europäische Wettbewerb hatte aufgerufen, im Jahr des Kulturerbes 2018 Ideen zu Europa zu sammeln und sie kreativ umzusetzen. Thematisch ging es dabei beispielsweise um Denkmäler, Handwerkstraditionen und Vereinskultur. Die Schüler waren bildnerisch, musikalisch und schriftlich aktiv.


Mehr als 80 000 Schüler sind bundesweit dabei

Mit dem Wettbewerb will die Europäische Kommission Bürger ermutigen, sich schon in jungen Jahren mit Themen rund um Europa zu beschäftigen.


„Die EU kann nur leben, wenn junge Menschen mitmachen", sagte Schuldezernent Rafael Reißer bei der Preisverleihung. Er lobte auch das Engagement der am Projekt beteiligten Lehrer.


Drei Schulen im Landkreis erhielten am Montag ebenfalls Auszeichnungen: Die Gerhart-Hauptmann-Schule in Griesheim, die Justin-Wagner-Schule in Roßdorf und das Schuldorf Bergstraße in Seeheim-Jugenheim.


Bundesweit nahmen mehr als 80 000 Schüler teil, in Hessen waren es 70 Schulen. Besonders gute Werke werden zur Bewertung auf Bundesebene weitergereicht.

Der Europäische Wettbewerb ist der älteste Schülerwettbewerb Deutschlands, erfuhren die Teilnehmer der Preisverleihung. Die Kultusministerien der Länder finanzieren und organisieren neben weiteren Beteiligten die Initiative auf Landesebene, stellen Jurys zusammen und spenden Preise.


In den 13 Aufgaben setzten sich die Teilnehmer vom Grundschüler bis Abiturienten mit Fragen auseinander wie „Für wen oder was würdest du ein Denkmal setzen?", oder stellten Europas Stärke durch Vielfalt dar. Manche fertigten Bilder an, andere komponierten Rap-Songs. Insgesamt standen europäische Werte wie Toleranz und Gemeinschaft im Vordergrund.


Fabian Klaes ist der Landesbeauftragte für den Europäischen Wettbewerb in Hessen. Als Schüler nahm er selbst an dem Wettbewerb teil. Seit 2013 koordiniert er die Aktion im Bundesland. Mit seinem Team hat er in diesem Jahr mehr als 2000 Bilder und Videos gesammelt, angeschaut und bewertet. Gut eine Woche habe es gedauert, alle Beiträge zu sichten, erzählt er - in Vollzeit. Klaes betont: „Wir möchten junge Menschen zu mündigen Bürgern erziehen. Menschen mit aufrechtem Gang und kühnem Kopf, die kritisch sind und Widerstand leisten."


Sabine Huck, Kunstlehrerin von der Justin-Wagner-Schule in Roßdorf, erzählt von ihren Erlebnissen bei dem Wettbewerb: „Nicht jede Klasse ist für den Wettbewerb geeignet. Wir nehmen jedes Jahr teil. Etwa 16 bis 20 Stunden Arbeit stecken in unseren Beiträgen." Im Februar haben ihre Schüler die Ergebnisse eingereicht.


„Wofür setzt Du dich ein?" lautet der Ansporn für die Ausgabe des Europäischen Wettbewerbs im kommenden Jahr. Es wird ein besonderes werden, denn 2019 stehen Europa-Wahlen an und Großbritannien verlässt die Europäische Gemeinschaft. Auch dazu sollen Schüler zu Wort kommen.

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