Uta Schindler

Freie Wissenschaftsjournalistin & Filmautorin, Stuttgart

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Wie verändert die Mikrowelle das Essen?

© AndreyPopov / Getty Images / iStock

Ungesund, schädlich, verstrahlt. Aufgewärmtes aus der Mikrowelle genießt einen ziemlich miesen Ruf. Zu Recht?

Srrrrrr ... Bing! Und es ist angerichtet. Mikrowellen genießen einen ziemlich miesen Ruf. Allerdings tut man ihnen damit Unrecht. Denn alles, was sie mit unserem Essen anstellen, ist, es zu erhitzen - mehr nicht. Zwar verändern sich Nahrungsbestandteile, wie Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße und Vitamine, durch das Erwärmen, aber das liegt in der Natur der Sache und nicht an der Garmethode. In der Mikrowelle zubereitet, bleiben in manchem Gemüse sogar mehr Vitamine enthalten, als das bei konventionellen Kochmethoden der Fall ist - denn da landen wasserlösliche Vitamine gerne mal mit dem Kochwasser im Ausguss.

Die mythenumwobene Geschichte der Mikrowelle beginnt im Januar 1945 mit einem geschmolzenen Schokoriegel, den der Ingenieur Percy Spencer in seiner Tasche bemerkt. Eigentlich forscht Spencer für das US-Militär an einer Geheimwaffe, einem Radar, als er (Schokoriegel sei Dank!) entdeckt, dass Mikrowellen sich wunderbar dazu eignen, Nahrung zu erwärmen. Ganz Wissenschaftler versichert er sich eifrig des beobachteten Mikrowelleneffekts mit Hilfe von Maiskörnern, die sich schnell in Popcorn verwandeln, und eines Hühnereies, das in das Gesicht seines Kollegen explodiert...

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