Tobias Jochheim

Texte mit Herz und Hirn (Journalist), Düsseldorf

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Artikel

'Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters': Habemus Pasta!

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Niklas Jansson, www.androidarts.com via Rheinische Post

Die satirische Pseudo-Religionsgemeinschaft der Fans des "FSM" hat ein ernstes Anliegen.

Bitte vervollständigen Sie die folgende Reihe: Grabeskirche in Jerusalem und Petersdom von Rom, Jerusalemer Felsendom und Kaaba in Mekka, Klagemauer in Jerusalem, Pagode von Shwedagon... und – ein Hinweisschild in Templin, Landkreis Uckermark, Brandenburg?

Letzteres ist das wohl sichtbarste Zeichen des Erfolgs der "Kirche des fliegenden Spaghettimonsters", kurz FSM, dessen Anhänger sich Pastafari nennen. Das Schild wirbt für deren wöchentliche "Nudelmesse" – hochoffiziell behördlich bewilligt und aufgehängt unter den traditionellen Schildern mit den stilisierten, violetten und gelben christlichen Kirchen. Und das sogar vierfach; an allen wichtigen Templiner Ortseingängen.

Angeschraubt hat sie dort Rüdiger Weida, 63, pensionierter Sozialarbeiter, gewandet in ein Piratenkostüm, das sich die Pastafari als religiöse Bekleidung auferlegt haben. Seine anderen Erfolge stehen in seinem Briefkopf: "Vorsitzender der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e. V., Gemeinnützige Körperschaft im Sinne der §§ 51 ff AO und Körperschaft nach §5 Abs. 1 Nr. 9 KStG; 062/142/02539 K1".

Für jede dieser Ziffern hat Weida hart gekämpft. (...)

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