Timo Al-Farooq

Journalist & Area Studies Specialist, London⎜Berlin

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Afrika und China: Partnerschaft der Giganten?

Quelle: Reuters (via RT Deutsch)

Als ich 2012 über das Drehkreuz Dubai in die ghanaische Hauptstadt Accra geflogen bin, war ich erstaunt darüber, wie viele chinesische Passagiere sich im Anschlussflieger unter den Fluggästen befanden: Hätte ich nicht gewusst, wo es hingeht, hätte ich geglaubt, ich säße in einer Maschine nach Peking oder Shanghai.

Dabei hatte es sich weniger um Touristengruppen gehandelt, sondern um Arbeiter und Berufsreisende: Gruppen von jungen Männern, die als Vertragskräfte chinesischer Bauvorhaben nach Afrika eingeflogen wurden, sowie - wie Kleidung und Habitus vermuten ließen - Geschäftsleute, die dem Marschbefehl "Zǒu chūqū" (Geht raus!) des ehemaligen Präsidenten Jiang Zemin eifrig Folge leisteten: in Polohemden und Khakihosen gekleidete Emissäre jenes chinesischen Staatskapitalismus, der ihr Heimatland seit Deng Xiaopings Strukturreformen der 1970er innerhalb relativ kurzer Zeit zur "Werkbank der Welt" aufsteigen und zum größten und beliebtesten Handelspartner des gigantischen afrikanischen Kontinents werden ließ.

Das war meine erste Lektion in Sachen "Neue Weltordnung im 21. Jahrhundert" im Allgemeinen und "chinesischer Einfluss in Afrika" im Besonderen gewesen.

Zwei Jahre später, als ich eine Freundin während ihres Auslandssemesters an der Universität von Dakar in der senegalesischen Hauptstadt besuchte, sollte ich dieser Allgegenwärtigkeit des Reichs der Mitte auf dem Kontinent auf Schritt und Tritt wieder begegnen. Von den Baustellen der zahlreichen Infrastrukturprojekte über das Getümmel in Downtown Dakar, wo Chinesen zum Straßenbild gehörten wie der Dhuku einheimischer Frauen und die in Boubous gekleidete Männer bis hin zu den westlichen Konsumgütern Made in China in den Regalen der Supermarchés, war es auch im Senegal unverkennbar, dass China aus Afrika nicht mehr wegzudenken war...


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