Timo Al-Farooq

Freelance journalist & Area Studies Expert, Berlin

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Quo Vadis, Qatar?

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Stadtautobahn in Doha, Qatar (Foto: Timo Al-Farooq)

Das Narrativ fehlender Fußballkultur hat ausgedient: Katar ist Asienmeister 2019. Welche sportliche und geopolitische Bedeutung hat das für die WM 2022 im eigenen Land?


Vor wenigen Wochen hatte kaum jemand sie auf dem Schirm, jetzt werden sie liebevoll "The Maroons" genannt: die im bordeauxroten Heimdress spielenden Herren der katarischen Fußballnationalmannschaft wurden am vergangenen Freitag nach einem souveränen 3:1 Sieg gegen Japan zum neuen Asienmeister gekürt.


In einem spannenden Turnier in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) setzte sich die von dem Spanier Félix Sánchez Bas trainierte Mannschaft souverän und unter schwierigsten geopolitischen Bedingungen in der K.O.-Runde gegen den Gewinner von 2007 Irak, Deutschland-Bezwinger Südkorea, den Gastgeber und schließlich gegen die Japaner durch, um den größten Triumph der jungen katarischen Sportgeschichte zu feiern. Und das ausgerechnet in jenem Land, das seit Juli 2017 zusammen mit Saudi Arabien, Bahrain und Ägypten einen diplomatischen und wirtschaftlichen Boykott gegen den Ausrichter der WM 2022 verhängt hat.


Wie konnte Katar diesen Achtungserfolg einfahren? Und was bedeutet er für die Golfkrise, insbesondere im Hinblick auf die Austragung der ersten Weltmeisterschaft in der arabischen bzw. muslimischen Welt?


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