Timo Al-Farooq

Freelance journalist & Area Studies Expert, Berlin

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Hej Hijab!

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Foto credit: Matti Östling (http://www.mynewsdesk.com/se/arkdes/images/norm-form-sloeja-foer-polisen-1056020)

Die Dämonisierung des Kopftuchs ist in ihrem Rassismus geradezu pathologisch. Andere westliche Industrienationen sind da viel weiter als das Entwicklungsland Deutschland

Als ich kürzlich mit Qatar Airways von Doha nach Stockholm geflogen bin und abends am Flughafen Arlanda zur Passkontrolle schritt, konnte ich meinen Augen nicht trauen: in dem für EU-Staatsbürger zuständigen Kabine saß eine schwedische Grenzpolizistin, die nicht nur schwarz war, sondern auch noch ein muslimisches Kopftuch trug, im selben monochromen nachtblau wie ihre Uniform.


Ich schritt vor die Dame, die ihrem Aussehen nach somalischstämmig war, händigte ihr meinen deutschen Reisepass, während sie mich mit jenem schwedischen "Hej" begrüßte, bei dem ich mich jedes Mal frage, wie eine einzige Silbe stets so wunderbar intim und respektierlich-kumpelhaft klingen kann. Ich grüßte sie mit "Hi" und "As-salamu 'aleikum" zurück, woraufhin sie wiederum freundlich aber nonchalant mit "Wa-'aleikumu s-salam" antwortete, und bei ihrer klischeeschwedischen Kollegin (blond und blauäugig) in der Nachbarkabine, die das definitiv gehört hatte, gingen nicht die Alarmglocken der Islamisierung ihres geliebten Abendlandes an, denn es hat sie nicht die Bohne interessiert, dass eine schwedische Staatsdienerin bei der Arbeit arabisch redet, während sie mit unaufgesetzt sympathischer Miene auf den ersten Passagier wartete...


Den vollständigen Artikel gibts unter https://www.freitag.de/autoren/talrooq/hej-hijab



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