Thomas Schumm

Wirtschafts- und Börsenjournalist, München

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Weng Fine Art-Aktie: Kunst des Investierens

Bildquelle: Weng Fine Art, Screenshot

Es ist ein " Liegender Akt" und er ist (scheinbar) 133 Millionen Euro (157 Millionen Dollar). Gemalt hat ihn 1917 Amedeo Modigliani und es ist das teuerste Gemälde das je in dem seit 1744 bestehenden Auktionshaus Sotherby's versteigert wurde. Erst kürzlich kam am Kunstmarkt das „Mädchen mit dem Blumenkorb" von Pablo Picasso für 97 Millionen Euro (115 Millionen Dollar) bei Christie's aus der Rockefeller-Sammlung unter den Hammer.


Der Markt für Gemälde boomt, die Preise schießen nach oben und so mancher spricht bereits von einer Blase, wobei Blasen immer erst dann verlässlich identifiziert werden können, wenn aus ihnen die Luft mehr oder weniger rasch entweicht. Die Preise für Gemälde beziehungsweise die Kurse von Aktionshäusern sind immer auch ein Indikator für die Situation an den Aktienmärkten, da Kunst- und Aktienmärkte eine Art [diese kleine Zweideutigkeit sei mir gestattet] Symbiose eingehen.


Verdienen Aktienhändler, Banker und Hedgefund-Manager dank steigender Kurse prächtig, dann wollen auch all die schönen Boni in Extravagantes wie beispielsweise einen Modigliani investiert werden. Der Kunstmarkt reagiert traditionell sensibel auf Konjunkturschwankungen. So mancher allgemeine Kurseinbruch kündigte sich durch ein Hoch bei Auktionshaus-Aktien an. Seit heute ist an der Börse München Weng Fine Art notiert.

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