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torial Blog | Journalisten-App der Woche: Snapseed

Unnamed

Smartphones machen qualitativ hochwertige Bilder. Um diese Bilder noch weiter zu optimieren, empfiehlt sich Snapseed.


Snapseed war mal Foto-App des Jahres 2011. Dann kaufte Google das Programm. Es wurde langsam aber sicher stiller um das schöne Werkzeug zur Bildbearbeitung. Jetzt ist Snapseed wieder da: iOS, Android. Google hat der App eine komplett überarbeitete Nutzeroberfläche spendiert. Zeit, geschossene Bilder abseits von schnöden Fertigfiltern a la Instagram individueller zu bearbeiten und noch schöner zu machen.

Puristen und Langzeitnutzer sind nicht so begeistert, müssen sie sich doch erst an Googles so genanntes Material Design gewöhnen. Alle anderen dürfen sich in dem kostenlosen Programm nach kurzer Beschäftigung bestens zurecht finden. Zudem gibt es eine sehr umfangreiche Hilfe.


Als erstes öffnet man ein beliebiges Bild und kann dann zwischen neun Tools und 11 Filtern entscheiden. Damit nicht genug. Jedes Tool und jeder Filter beinhaltet weitere Unterpunkte. Diese erscheinen erst im nächsten Schritt. So wird unnötige Verwirrung am Anfang vermieden. Ein Beispiel: Im Filter „Drama" finden sich die zwei Unterpunkte Filterstärke und Sättigung, die getrennt voneinander genutzt werden können.


Ein Hilfe-Button links oben auf dem Bildschirm zeigt jeweils animiert, was im Tool oder Filter möglich ist. Seit der ursprünglichen Version der App geblieben ist die Unterscheidung zwischen dem senkrechten und waagrechten Streichen des Fingers auf dem Display. Auswahl der Unterpunkte durch Hoch- und Runterstreichen. Anwenden der jeweiligen Bearbeitung durch waagrechtes Streichen. Beispiel: Streichen nach rechts gleich mehr Sättigung. Streichen nach links weniger Sättigung.


Neu an Snapseed 2.0 ist neben der Anpassung an neue Gerätegrößen und Betriebssystemversionen ein Überblick über alle Änderungen, die man an einem Foto vorgenommen hat. Einzelne Änderungen können zurückgenommen werden, das Foto kann in den Ursprungszustand zurückgesetzt werden. Snapseed merkt sich die Bearbeitungen der einzelnen Bilder, auch wenn man die Bearbeitung beendet hat. Änderungen können also auch im Nachhinein noch zurückgenommen werden, auch der Originalzustand des Bildes bleibt immer vorhanden.


Für fortgeschrittene Nutzerinnen und Nutzer empfehlen sich die Filterlisten. Hier finden sich alle zuletzt verwendeten Filter, die man modifizieren oder kopieren und auf andere Bilder anwenden kann.


Snapseed iOS/ Android - kostenlos

Snapseed lädt Fotografen und Smartphone-Knipser ein, mannigfaltige Bearbeitungsmöglichkeiten zu probieren und beliebig zu kombinieren. Puristen belassen es vielleicht bei schlichtem Zurechtschneiden und selektiven Optimierungen.

Experimentierfreudige können sich hier selbst verwirklichen und Kunstwerke für die Zahnarztpraxen dieser Welt anfertigen. Snapseed ist nach schneller Einarbeitung intuitiv bedienbar und definitiv einen Versuch wert.

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