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torial Blog | Die Journalisten-App der Woche: Moju

Moju app iphone

Verdammt, schau Dir das mal an! Die Regel Nummer Eins in einer übersättigten Medienwelt. Die App Moju kann etwas, was andere Apps nicht können - eine Art interaktive Hologramme.


Das YouTube-Video mit dem Titel „ Is this App Going to Beat Instagram and Facebook?!" hat zwar erst 449 Aufrufe, aber Potential hat die App Moju auf jeden Fall. Ich habe sie in der Auflistung „ 23 of the best new photo and video apps launched in 2014 " gesehen, ausprobiert und für gut befunden. Derzeit gibt es sie - das gleich vorausgeschickt - lediglich als iOS-App, aber das dürfte sich bald ändern.


Muss man ausprobiert haben

Moju ist eine Foto-App, wobei das den Punkt nicht ganz trifft. Denn die App produziert letztlich eine Art neuen Typus von Inhalt: das interaktiv animierte Bild. In einem doch deutlich an Instagram orientierten Benutzermenü ermöglicht es das Programm bis zu 24 Bilder aufzunehmen, die dann durch Bewegen des mobilen Geräts quasi zum Leben erweckt werden. Klingt komisch. Muss man ausprobiert haben.


Möglich werden so kleine Stop-Motion-Sequenzen die man als Konsument aktiv durch Bewegen des Geräts oder auf dem klassischen PC durch das Streichen auf der Maus selber steuern kann. Das Ganze ähnelt den beschichteten Cartoon-Aufklebern die es mal im letzten Jahrhundert gab, auf denen Comicfiguren beispielsweise die Augen geschlossen beziehungsweise geöffnet hielten, je nach Betrachtungswinkel. Und das ist noch nicht alles. Möglich werden durch Moju auch quasi 3D-Ansichten von Objekten. Einfach in 24 Bildern ein beliebiges Objekt von mehreren Seiten fotografieren.


Journalistische Formate bitte

Was das jetzt mit Journalismus zu tun hat? Nun ja, einiges. Denn sobald es neue technische Möglichkeiten gab und gibt, wurden und werden diese auch im Journalismus verwendet. Als Hingucker oder um Dinge ganz einfach besser, schneller oder anschaulicher zu erklären. Wer da etwas Inspiration braucht, der kann sich „ 5 formats news outlets are using on Instagram" anschauen. Oder die sehr schönen interaktiven Überblendungen des Guardians.

Noch dominieren vor allem lustige oder noch nicht so richtig gute Versuche die Seite von Moju. Aber es macht - zumindest mir - gerade sehr viel Spaß, immer und immer wieder aktiv mit der Maus über die Bilder zu fahren. Das fühlt sich angenehm modern an. Und kann ganz sicher dazu dienen, journalistische Formate weiterzuentwickeln. Mal sehen, was da in nächster Zeit noch passieren wird.


Moju, 22.3 MB, iOS, Kostenlos erhätlich

Manche nennen die App angeblich „Instagram auf Steroiden". Da ist was dran. Ob es sich hier nur um einen kurz aufkeimenden Trend handelt, der in der Flut von neuen Apps fortgespült wird? Keine Ahnung. Wer aber genug mit Vine und Hyperlapse herumgespielt hat und sich ein neues Spielzeug wünscht, der dürfte mit Moju Freude haben.

Und wer sich berufen fühlt, jetzt direkt mit Moju kreativ journalistische Inhalte darzustellen - freue mich auf Beispiele in den Kommentaren.

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