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SUV: Großes Auto, großes Risiko?

Klingt logisch: Gegen den mächtigen SUV hat ein Kleinwagen beim Unfall schlechte Karten. Aber sind große Autos auch für Fußgänger gefährlicher? Ein Blick in die Forschung

Am vergangenen Freitag kam in Berlin-Mitte ein von der Spur ab und erfasste vier Menschen - alle vier starben, darunter ein dreijähriges Kind. Der Fahrer kam mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus. Nun protestieren viele Menschen gegen die "tödliche Gefahr", wie der Tagesspiegel das Fahrzeug in einem Artikel nennt. Viele fordern sogar das Verbot des sogenannten Sport Utility Vehicles – nicht zuletzt wegen seines hohen Spritverbrauchs.

Trotz der Kritik ist der Großraumwagen in Deutschland so beliebt wie nie: Im Jahr 2018 war gut jedes fünfte (18,3 Prozent) hierzulande verkaufte Auto ein SUV. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um gut 20 Prozent - und das, obwohl die Anzahl der Pkw-Neuzulassungen tendenziell abgenommen hat. Zwar nur um 0,2 Prozent, aber immerhin. Das geht aus der amtlichen Statistik des Kraftfahrtbundesamtes hervor. Was ist also dran an der Kritik? Sind Zusammenstöße mit dem großen Wagen wirklich gefährlicher als solche mit einem normal großen Pkw? Sind SUV im Straßenverkehr eine tödliche Gefahr?

Kurz nachgedacht, klingt die Sache logisch: Trifft ein großes Auto auf ein kleineres, hat Letzteres keine Chance. Das Gleiche gilt für Menschen, die sich ungeschützt im Straßenverkehr bewegen. Tatsächlich gibt es mittlerweile zahlreiche Studien, die zeigen, wie schwerwiegend Unfälle mit SUV für Fußgänger und Fußgängerinnen sein können.

So kam beispielsweise im Jahr 2010 eine umfassende Übersichtsarbeit des British Columbia Children's Hospital in Kanada zu dem Ergebnis, dass leichte Lastkraftfahrwagen, sogenannte Light Truck Vehicles (LTV), zu denen auch SUV gezählt werden, bei Unfällen ein höheres Verletzungsrisiko mit sich bringen als andere, normal große Wagen (Traffic Injury Prevention: Desapriya et al., 2010). Für Fußgänger und Fußgängerinnen, die von einem großen SUV erfasst worden waren, ermittelten amerikanische Forscherinnen und Forscher ein dreimal so großes Risiko schwerwiegende Verletzungen davonzutragen als bei der Kollision mit einem Pkw (Accident Analysis & Prevention: Lefler et al., 2004).

Und in Deutschland? (...)

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