Nora Koldehoff

Freie Autorin / Freie Journalistin, Köln

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Krach mal anders - Stomp 2gether

Sabine Karakaya (Bild: Koldehoff)

Hinter dem schwarzen Vorhang, der die große Halle im Jugendzentrum Bauspielplatz teilt, hört man, wie die Kinder rhythmisch mit Besen über den Boden schrubben, wie sie stampfen und leere Wasserflaschen aus Plastik gegeneinander schlagen. Gespingkst werden darf allerdings noch nicht, sonst gibt es lautstarken Protest. „Das soll eine Überraschung sein!", sagt Joleen entschieden und zieht die kleine Öffnung am Vorhangrand zu. Schließlich ist erst am Freitagabend um sieben Premiere in der großen Halle.

Seit Anfang Juni treffen sich die Kinder regelmäßig zum Üben: die „Stomper" zweimal in der Woche und die Trommelgruppe einmal. Tanzpädagogin Sabine Karakaya, die am Bauspielplatz seit einigen Jahren eine Hip-Hop-Gruppe leitet, hat das Projekt angestoßen und erzählt: „Wir haben im Team überlegt, welches künstlerische Projekt wir als nächstes anbieten. Vor drei Jahren habe ich schon einmal in einer anderen Einrichtung, im Buchheimer Treff - kurz „Bucht", mit einer Kindergruppe eine „Stomp"-Aufführung einstudiert, das bot sich für einen Bauspielplatz erst recht an."

Trommeln, Besen, Schilder, Tonnen, Flaschen, Hämmer, Pömpel

Unterstützt wurde die 35-Jährige vom Musiker und Trommeldozenten Michel Sanya Mutambala, der die Trommelgruppe anleitete und von der Tanzpädagogin Stephanie Blömer von der Musikschule Leichlingen, die seit rund zehn Jahren Stomp-Dance-Projekte in Schule und Theatern durchführt und mit den Kindern die „Stomp"-Elemente einstudierte. Die Übungseinheiten wurden anschließend unter Anleitung von Sabine Karakaya vertieft und geprobt.


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Donnerstag, 5. Oktober 2017 | Text: Nora Koldehoff

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