Nina Himmer

Freie Journalistin , München / Heidelberg

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Weltverbesserer: ShareTheMeal

Gründer Sebastian Stricker kämpft gegen den Hunger in Afrika

Interview: Nina Himmer

In was für einer Welt leben wir eigentlich? Jährlich sterben mehr Menschen an Unterernährung als an , Malaria und Tuberkulose zusammen. Noch immer haben 795 Millionen Menschen nicht genug zu essen, alle zehn Sekunden verhungert deshalb ein Kind.

Was kann eine App daran ändern? Es gibt zwanzigmal so viele Smartphone-Nutzer wie hungernde Kinder.

Unsere App ShareTheMeal ermöglicht es den Usern, sozusagen ein Essen zu teilen. Mit zwei Klicks spenden sie vierzig Cent. Dieser Betrag reicht aus, um ein Kind einen Tag zu ernähren. So werden Mahlzeiten finanziert, die dann über die Vereinten Nationen an Schulen in Lesotho verteilt werden.

Verleitet das nicht dazu, sich schnell ein gutes Gewissen zu erklicken und das Thema dann zu vergessen? Immerhin wurden in den ersten Tagen über 600.000 Mahlzeiten geteilt. Das zeigt: Mit Crowdfunding kann man nicht nur Filme finanzieren, sondern vielleicht auch Probleme wie den bekämpfen.

Bisher gab es nur keinen Weg, Mikrobeträge effizient zu spenden. Dafür die technischen Möglichkeiten unserer Zeit zu nutzen, ist nur sinnvoll.

Wie kann man euch unterstützen? Indem man die App unter sharethemeal.org herunterlädt, vielen Menschen davon erzählt und selbst Mahlzeiten teilt - etwa bei jedem Mittagessen.

Dieser Text ist in der Ausgabe 09/15 von NEON erschienen. Hier können Einzelhefte nachbestellt werden. NEON gibt es auch als eMagazine für iOS & Android. Auf Blendle könnt ihr die Artikel außerdem einzeln kaufen.
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