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Aktionstag gegen die Erderhitzung: So streikt die Welt

Auch in Melbourne: Proteste für das Klima, Foto: dpa

Stell Dir vor, es ist Klimastreik - und (fast) alle gehen hin: Vielerorts weltweit wird bunt, divers und fantasievoll demonstriert. Von unseren Korrespondent*innen.

Klimastreik weltweit! Am Freitag beginnt die internationale Streikwoche mit vielen Protesten weltweit. Aktivisten haben Proteste in mehr als 2900 Städten in über 160 Staaten angekündigt. Die taz-Korrespondet*innen berichten.


Aus Mumbai, Natalie Mayroth 

„Wisst ihr, warum wir heute hier sind?", fragt der 27-jährige Subham Chaudhuri. Er steht in einem vollen Klassenraum in Mumbais Innenstadt. Alle schauen gespannt nach vorne. Doch an der Tafel steht kein Lehrer, sondern ein junger Aktivist. Viele von ihnen beschäftigen sich heute zum ersten Mal mit dem Thema Umweltschutz. Schnell wird klar: Es geht um ihre Zukunft. Gekommen sind vor allem Studierende, die frisch an der Uni sind. Das Hinduja College ist eines von gut einer Handvoll, die heute anstatt zu streiken für Verständnis werben.

In einer Kooperation zwischen Studierenden, Lehrer*innen und Mitgliedern von Fridays for future planen sie während der kommenden Klimastreik-Woche mehrere Aktionen. Die nächsten finden am Wochenende statt, eine Großdemo am kommenden Freitag ist geplant.

Durch die drohende Abholzung des Stadtwaldes Aarey ist Mumbai seit Wochen ohnehin im Streikmodus - und langsam wird es zu einem Mainstream-Thema. Im Vorort Malad, der viel näher am Stadtwald liegt, zögern die Schüler*innen von Holy Mother nicht lange. „Wir wollen Klimagerechtigkeit", rufen die Jugendlichen im Chor als sie mit ihren Protest-Schildern durch die Gassen ziehen. Neben der südindischen Metropole Mumbai wurde in mindestens elf weiteren Städten des Landes protestiert. In der Hauptstadt Delhi marschierten Demonstranten am Nachmittag zum Umweltministerium. 


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