Nadine Zeller

Wissenschaftsjournalistin, Freiburg

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Zuckerkonsum bei Kindern: Ein natürliches Experiment zeigt, wie schädlich Zucker für Kinder ist

Im Rausch der Süße.

Mitte der Fünfziger beendete die britische Regierung die Zuckerrationierung. Binnen eines Jahres verdoppelte sich der Zuckerkonsum. Die Folgen waren gravierend.

Das Kind wittert den Trick sofort: "Das ist das falsche Müsli. Das esse ich nicht", sagt es und schiebt das Schokomüsli von sich weg. Der Versuch, ihm eine Müsliversion mit weniger Zucker unterzujubeln: fehlgeschlagen. Haben süße Produkte erst einmal Einzug ins Familienleben gehalten, fällt es schwer, sie wieder zurückzudrängen.

Wer dennoch versucht, den Zuckerkonsum einzudämmen, braucht gute Nerven und viel Geduld. Aber es könnte sich lohnen. Denn der Zuckerkonsum ist hierzulande bedenklich hoch: 70 Gramm Zucker nimmt ein Erwachsener im Schnitt pro Tag zu sich.


Fachgesellschaften empfehlen maximal 50 Gramm. Und auch Kinder konsumieren zu viel Zucker. Dabei kann zu viel, vor allem zugesetzter Zucker, früh im Leben zu erheblichen langfristigen Problemen führen.

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