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Interview

Angst ist ein gutes Geschäft für den Kalifornier Al Corbi

Man wollte ihn eigentlich persönlich treffen, diesen Mann, der die Home Security im Alleingang erfunden haben soll. Albert V. Corbi, kurz Al, Präsident von SAFE, lang: Strategically Armored and Fortified Environments. Der Economist schrieb über ihn: „Stellen Sie sich Corbi als Gott vor. Mit einem getrimmten Bart.“ Er selbst schreibt über sich: „Außergewöhnlicher Problemlöser und Innovator, der Klarheit und Wege sieht, wo andere verwirrt bleiben.“ Wie kriegt man einen Termin mit Gott? Gar nicht, nicht persönlich. Nach etlichen Mails aber immerhin eine Zusage für FaceTime. Es klingelt, ein schwarzer Bildschirm, eine Hand, justierend. Da, Al Corbi, Kunden auf der ganzen Welt, Reiche und Superreiche, und er vermutlich auch nicht ganz arm geblieben dabei. Nimmt Platz vor Holzfurnier, schlechte Verbindung, gute Laune, beides wird noch besser werden im Laufe des Interviews. Wo sitzt er denn da? In seinem Haus in Los Angeles, das er oft zeigt, wenn er seine Methode der Gefahrenabwehr demonstrieren will? 720 Quadratmeter, fünf Schlafzimmer, kugelsichere Türen und Fenster. Zehn Meter tief wurden die Träger in die Hollywood Hills getrieben, es soll erdbebenund bombensicher sein. Jetzt aber anfangen, ehe er sich langweilt.