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Vom Käufer zum Händler | NZZ

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Nordkoreas Raketenprogramm war einst von China und der Sowjetunion abhängig. Deren Rivalität brachte Pjongjang dazu, andere Partner zu suchen. Von diesen hat Nordkorea nicht nur finanziell profitiert.


Als Südkoreas Verteidigungsminister im vergangenen Sommer vor das Parlament in Seoul trat, wählte er seine Worte mit Bedacht, doch seine Überraschung und Furcht konnte er nur schwer verbergen. "Was auch immer ihr Ziel ist, der Norden vollzieht Dinge in einer Geschwindigkeit, die unsere bisherige Vorstellung weit übertrifft", sagte Han Min Koo. Er sprach über das nordkoreanische Raketenprogramm.


Unter der Führung von Kim Jong Un hat dieses eine beispiellose Entwicklung erlebt. Allein in den vergangenen vier Jahren hat der junge Diktator 49 Raketen- und 3 Atombombentests angeordnet. Sein Vater Kim Jong Il liess in den achtzehn Jahren seiner Regentschaft lediglich 26 Raketen- und 2 Nukleartests durchführen. Und so sind sich China, die USA, Japan wie auch Südkorea einig: Das nordkoreanische Raketenprogramm ist eine grosse Gefahr für den Frieden in der Region.


Bis es so weit kommen konnte, war es ein langer Weg für das Regime in Pjongjang...

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