Mathias Peer

Auslandskorrespondent, Bangkok

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Das Ende des Shinawatra-Clans

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Die Presse – 26.08.2017 – Sie haben rote Rosen mitgebracht und Fotos von der Politikerin, die sie wie einen Popstar verehren: Die Anhänger von Thailands früherer Premierministerin Yingluck Shinawatra zogen am Freitag für ihr Idol vor das Oberste Gericht in Bangkok. Hier sollte sich die 50-Jährige ihrem Urteil in einem Prozess um angebliche Korruption und Verschwendung von Steuergeldern stellen. Ihr drohten bis zu zehn Jahre Haft.
Doch die Yingluck-Fans warteten ebenso wie die Richter vergebens auf die Politikerin. Ihre Partei teilte später mit: Yingluck hat sich ins Ausland abgesetzt.

Ihre Flucht könnte eine Zäsur in der jüngeren Geschichte des südostasiatischen Staates markieren. Seit der Wahl ihres Bruders, Thaksin, zum Premier 2001 dominierte der Shinawatra-Clan die politische Szene Thailands. Die Familie verstand es, mit populistischer Politik die arme Landbevölkerung aus dem bevölkerungsreichen Nordosten zu gewinnen. Doch in der Bangkoker Elite stieß sie auf Widerstand: Es kam zu einer Serie von Umstürzen durch das Militär und umstrittenen Gerichtsurteilen. Nun könnte die Dynastie am Ende sein.


Den vollständigen Artikel finden Sie in "Die Presse", Print-Ausgabe, 26.8.2017

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