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Junge Menschen und Aktivismus: 30 unter 30

Diana Pfammatter

Wieso nur auf die bessere Zukunft warten?

Seien wir mal ehrlich, 2021 ist belastend. Irgendwie zwar besser als das vergangene Jahr, als wir uns in unseren WG-Zimmern vor dem Virus isolierten und vor dem echten Miteinander, weil es noch keine Impfstoffe gab. Und irgendwie auch nicht, weil eine Flut ganze Dörfer zerstört hat, in Afghanistan die Taliban die Macht ergriffen haben und da Leute parallel existieren, die sich diesen Impfstoffen verweigern und uns den schönsten aller Zustände verwehren: Herdenimmunität. 2021 fühlt sich deshalb an wie ein einziger Zwischenzustand, ein Wartesaal aufs Endlich-wieder. Endlich wieder mit den Kommiliton:innen im Hörsaal sitzen und in ferne Länder reisen. Endlich wieder ohne Angst die Nacht zerfeiern. Endlich wieder leben. Doch natürlich können wir auch hoffen. Weil da junge Menschen sind, die trotzdem nicht ausharren, sondern Probleme angehen. Und selbst wenn diese Pandemie keine ach so tolle Chance ist, wie manche Soziolog:innen gerne predigen: Diese Menschen retten uns das Jahr. Sie klagen für Klimagerechtigkeit, wollen die Arbeit inklusiver machen und den Sport queerer. Mit dieser Titelgeschichte wollen wir sie feiern: diese 30 bis 30, die jetzt für eine Zukunft kämpfen, die nicht mehr belastend ist, sondern leicht und frei.

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