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Abschiednehmen: „Agur“

Abschiednehmen: „Agur“
Von den letzten 24 Stunden in Donosti – und plötzlicher Traurigkeit.


“Du wirst wiederkommen. Das ist mir passiert – und das wird dir auch passieren.“ Pana umarmt mich und schenkt mir ein wissendes Grinsen.

Dann zeigt er erneut auf das Surf-Design, das ich ihm mit den Resten seiner blauen Wandfarbe in den Eingang gemalt habe.

„Y esto. Brutal!“ 


(...)


Ich winke ein „Agur“, während ich die bergige Straße Richtung Innenstadt hinunterschlendere – und mir einmal mehr bewusstwird,

dass es nur noch wenige Stunden sind, die mir hier bleiben.

Dass ich morgen in aller Frühe aufbrechen werde, zurück nachhause fahren werde. Dass dieser letzte Montag im Januar auch mein letzter in San Sebastián sein wird. Ein Tag, dessen endliche Begrenzung auf 24 Stunden mir schrecklich kurz scheint. Die Zeit vergeht wie im Flug, ganz als ob die Abschiede und letzten Male – ein letztes Croissant, eine letzte Surfsession, ein letztes Mal Duschen, ein letzter Kaffee mit Meerblick… – ihn auf gespenstische Weise beschleunigen.

Die Sonne scheint zwischen weißen Winterwolken am Himmel und lässt Licht und Schatten in einem ständigem Wechsel über die Dächer der Stadt wandern, während rechts das hügelige Baskenland mit weißen Gipfeln blitzt.

Es ist ein guter letzter Tag.

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Lucia Theiler

Lucia Theiler

München