1 Abo und 0 Abonnenten

Blind und Profi-Windsurfer

Die ausgebleichten Fahnen vor dem Windsurfcenter flattern im Wind, ihre Metallhaken schlagen rhythmisch gegen die Fahnenstangen. Enrico Sulli hält den Kopf schief und lauscht. „Das sind zirka zwölf Knoten“, sagt er. Mit routinierten Handgriffen schiebt er den Mast ins Segel, fädelt Schnüre ein, zurrt sie fest. Das Brett in einer Hand, das Segel in der anderen trippelt Enrico zum Ufer, tastet sich mit den Füßen ans Wasser. Weiter draußen preschen mehrere Windsurfer:innen übers Meer, das Wasser spritzt hinter ihren Brettern und glitzert im Sonnenlicht. Enrico horcht hin, er kann sie nicht sehen. Enrico Sulli ist blind.
(...)