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Ich nehm' dich mit zum Tod

Du weißt, du wirst sterben. Und du hoffst, der Tag, an dem es passiert, liegt mindestens so weit entfernt wie das Eintreffen von außerirdischen Zivilisationen. Du vermeidest Gedanken an den Tod. Betrittst du Krankenhäuser, dann hinterlässt das ein Gefühl in dir, das du zwischen Grauen und Ekel verortest, aber nicht genaue beschreiben kannst. Altenheime meidest du.

Und nun sitzt du hier vor diesem Text und wirst – wenn du weiterliest – an sechs Orten dem Tod begegnen. Drei Menschen nehmen dich mit auf eine Reise: Lara Maree hat keine Angst vor dem Tod, sie ist vielmehr fasziniert von ihm – das beweist allein ein Blick auf ihr Instagramprofil. @lost.lara führt dich zu Skeletten und Schädeln. Peter Hohenhaus hat im vergangenen Jahr einen Atlas of Dark Destinations veröffentlicht – er bringt dich an Stätten, die aufwühlen und die vielleicht deine Sichtweise verändern werden. Und Tony Walter ist Soziologe – sein Spezialgebiet ist der Tod. Er nimmt dich mit an Orte, die »das kollektive Narrativ einer Nation herausfordern«.

Zwei weitere Personen und ihr Werk schleichen sich immer wieder in den Text: Richard Sharpley und Philip Stone. Die beiden arbeiten an der University of Central Lancashire, Sharpley als Professor für Tourismus und Entwicklung, Stone als Gründer und Gesch.ftsführer des Institute for Dark Tourism Research. Die beiden haben ein Buch herausgegeben: The Darker Side of Travel.

All diese Menschen bringen dich einem Phänomen näher, das die Sex Pistols Ende der 70er-Jahre als »billigen Urlaub im Elend der anderen« besangen und das seither nicht nur wegen seines Schlagzeilen-versprechenden Namens an Bekanntheit gewann: Dark Tourism (DT). Dieser Ausdruck verbindet zwei Begriffe, die scheinbar wenig miteinander zu tun haben – Tod und Tourismus. Er beschreibt touristische Reisen an Orte, die mit dem Leiden oder Sterben von anderen zu tun haben: Menschen reisen zu Gedenkstätten, auf Schlachtfelder, zu Gräbern von berühmten Personen.


Hier kannst du den ganzen Text lesen: 

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