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Reportage

Auf der Suche nach Element 119

Woraus die Welt besteht, ist in einer Tabelle aufgelistet mit sieben Reihen und 18 Spalten, 118 Elementen. Forscher arbeiten daran, die Grenzen des Periodensystems zu erweitern. Jeder neue Eintrag bedeutet eine schier unlösbare Aufgabe.

  

Am 14. April 2012 schossen Forscher einen Strahl aus elektrisch geladenen Titanatomen, Element 22, auf eine Folie mit Berkeliumatomen, Element 97. Dabei, so hofften sie, entstünde ein neues Element. Damit, so hofften sie, sei ein Rätsel der Chemie gelöst. Doch daraus, das wussten sie, würden sich neue Fragen ergeben.

 

Die Geschichte vom Kampf gegen das Unbekannte beginnt auf einem Stück Papier. Darauf sind sieben Reihen gezeichnet, 18 Spalten, 118 Abkürzungen, aus denen alles besteht, was wir kennen. Wo die Geschichte endet, weiß noch niemand. Es gibt mehrere Orte auf der Welt, an denen Menschen versuchen, die Grenzen des Bekannten zu überschreiten und herauszufinden, woraus die Erde besteht, woraus das Universum. Über 100 Jahre lang haben sie versucht, die Lücken im Periodensystem der Elemente zu schließen. Nun machen sie sich daran, neue Elemente zu finden, neue Elemente zu schaffen.

 

Einer dieser Orte ist 30 Minuten Fußweg vom Bahnhof Darmstadt-Wixhausen entfernt. Der Weg dorthin führt über menschenleere Straßen, vorbei an Feldern, auf denen nur Gras wächst, durch ein kleines Waldstück. Am Ende der Straße steht ein Labyrinth von Ein- und Ausgängen, in Lager-, Test- und Experimentierhallen, Betriebs- und Bürogebäude, Ringtunnel. Hinter einer Tür im dritten Stock des Südbaus sitzen ein Chemiker und ein Physiker: Christoph Düllmann, Leiter der Abteilung Chemie der Superschweren Elemente am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, und Michael Block, Leiter der Abteilung Physik der Superschweren Elemente. Wenn Christoph Düllmann erklärt, was er an der GSI macht, fährt er mit einem Kugelschreiber über das Periodensystem und zeigt mit der Spitze auf die Abkürzung Fl, Flerovium, Ordnungszahl 114, siebte Periode, Reihe 14. Vor acht Jahren war diese Stelle noch ...



Wie geht es weiter?


Den ganzen Text gibt es hier im Science Notes Magazin.



Foto: Patricia Kühfuss