Konstantin Arnold ist freier Autor (36), lebt zwischen Lissabon und Rom und schreibt Geschichten für Tageszeitungen und Magazine (Neue Zürcher Zeitung, Frankfurter Zeitung, Der Spiegel, Die Welt,...), um sich freitags seine Oliven und trockenen Schaumwein leisten zu können. Sein erstes Buch, Briefe aus Lissabon wurde 2020 verlegt und sollte unter gleichnamigem Titel verfilmt werden, bis der Kameramann, den Produzenten nicht zu seiner Hochzeit eingeladen hat. Seine Geschichten drehen sich um Liebe, Leben, Leidenschaft, viele Worte mit L, Eckkneipen, Grand Hotels und Wein. Eine zeitlose Welt aus Briefbeschwerern, Telegrammen, Hauptstadtdepeschen, Gepäckträgern, Abendzeitungen, Manschettenknöpfen und Nachtzügen, die wie Dampfschiffe noch enorm romantische Zusammenkünfte zuließen. Er schreibt, was er lebt und lebt, was er schreibt, eilig der Wirklichkeit hinterher, im Cabrio bis Palermo oder im Zug von Zürich bis Mailand, für zwei Negroni Sbagliato, wie erst vor kurzem. Konstantin ist eine Geisel der Zeit, ein Gefangener der Ewigkeit, ein Reisender, der ohne Smartphone, im Minus, in den Grand Hotels Europas wohnt und sich im weißen Anzug vor alte Caffés setz, um zu rauchen. Das italienische Zugbillette in der Brusttasche. Nicht so dandyhaft wie Larbaud, so versoffen wie Roth oder kaltherzig wie Ripley und doch so wie alle, die wir uns in den Städten als jemand ausgeben, der wir nicht sind, bis wir es werden, weil wir einfach lange genug so getan haben als ob. Seine Postadresse in Lissabon ist ein altehrwürdiges Caffé, in Rom das Hotel Hassler.