Julian Feldmann

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Carsten Henn stellte sein Buch "Die letzte Reifung" vor

Carsten sebastian henn

Kommt bei den Zuhörern gut an: der Kölner Autor Carsten Sebastian Henn. Die Moderatorin übernimmt Ursula Witte. Foto: Axel Vogel

PENNENFELD. Käse, Wein und eine spannende Geschichte. Das sind die Zutaten des Romans "Die letzte Reifung" von Carsten Sebastian Henn und seiner Lesung im Konrad-Adenauer-Gymnasium. Gut 60 Eltern, Schüler und Lehrer kamen am Freitagabend in das neue Selbstlernzentrum der Schule.

Vor zehn Tagen wurde das Zentrum im Godesberger Konrad-Adenauer-Gymnasium eröffnet, es soll künftig öfter Ort für Autorenlesungen und andere kulturelle Veranstaltungen sein, wie Deutschlehrerin Ursula Witte sagte. Für den Kölner Autor ist die Lesung quasi ein Heimspiel. Ungefähr 40 Veranstaltungen dieser Art nimmt er jedes Jahr im gesamten deutschsprachigen Raum wahr.

Dass Henn am Adenauer-Gymnasium las, kam durch den persönlichen Kontakt zum Schulleiter Guido Trimpop zustande. Der kam als junger Lehrer an Henns Schule in Köln und war damals immer sehr beliebt, wie Henn sich erinnert. Lehrer unterstützten den heutigen Bestsellerautor schon früh und lasen seine ersten Texte. Im Studium beschäftigte der sich dann mit Völkerkunde, Weinbau und Yoga. Die Leidenschaft für guten Wein pflegt Henn bis heute. An der Mosel baut er ihn mit Freunden selbst an.


Zudem ist er als Journalist für mehrere Fachzeitschriften tätig. Bekannt ist er allerdings besonders für seine Sachbücher und kulinarischen Krimis. In "Die letzte Reifung" stößt Professor Adalbert Bietigheim während seiner Tour de Fromage im Burgund auf eine Mordserie an französischen Käsern.


Für seine Bücher recherchiert der 39-jährige ausführlich und verbringt bis zu vier Wochen an den Schauplätzen der Krimis. "Viele Orte kenne ich allerdings auch durch Urlaube sehr gut", sagte der Autor. Auch wahre Geschichten wie die Erpressung des bekannten Weingutes Romanée-Conti fließen in Henns Bücher mit ein.


Seine Bücher schreibt er am liebsten abends. Das könne dann auch manchmal spät werden sagte Henn. "Da bin ich dann schon eher eine Eule." Dass Henn mit seinen Büchern gut ankommt, merkte man in der Schule schnell. Mit seinen schrägen Figuren brachte er das Publikum zum lachen, und selbst Skeptiker waren begeistert. "Eigentlich stehe ich nicht auf Krimis", meinte Schülersprecher Albert Lopez-Torres, "aber so wie Herr Henn seine Geschichte präsentiert, gefällt mir das sehr gut".


Artikel vom 07.10.2013

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