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Kühnert bleibt Juso-Bundesvorsitzender

Kevin Kühnert ist erneut zum Bundesvorsitzenden der Jusos gewählt worden. Auf einem Bundeskongress in Schwerin stimmten 264 der 298 Delegierten für ihn. Nun will Kühnert auch in den SPD-Bundesvorstand.

Von Jürn-Jakob Gericke, NDR

Die Jungsozialisten waren offensichtlich zufrieden mit ihrem Chef: mit fast 89 Prozent der Stimmen konnte Kühnert sein Ergebnis deutlich verbessern - vor zwei Jahren war er noch mit knapp 76 Prozent zum Bundesvorsitzenden gewählt worden. Aber: Nun solle seine letzte Amtszeit als Juso-Vorsitzender anbrechen, sagte Kühnert.

In seiner Bewerbungsrede hatte er unter anderem mehr Engagement für den Klimaschutz versprochen und mehr Antifaschismus. Weiter sagte Kühnert: Er wolle sich dafür einsetzen, dass mehr Jusos in SPD-Gremien Verantwortung übernehmen und bei Wahlen auf Listenplätze kommen können. Kühnert selbst will beim SPD-Bundesparteitag in zwei Wochen für einen Posten im Vorstand der Partei kandidieren.

Kritik an Merkel und der GroKo

Unter seiner Führung seien die Jungsozialisten in den vergangenen zwei Jahren in gesellschaftlichen Debatten sehr präsent gewesen. Die Große Koalition in Berlin sieht Kühnert weiter kritisch - er kritisierte das Auftreten von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Den Jusos geht es gerade "ums Ganze" - so haben sie ihren Bundeskongress überschrieben. Als erstes großes Thema stand Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit auf dem Programm. Dabei musste sich die nach Schwerin gekommene Bundesumweltministerin Svenja Schulze einiges anhören. Sie verteidigte das Klimapaket der Bundesregierung.

Die Juso-Delegierten konnte das nicht beeindrucken. Sie kritisierten Schulze scharf. Die SPD linker machen, Verantwortung in der Partei übernehmen, mehr auf den Umweltschutz setzen. Dafür haben sich die Jusos auf ihrem Bundeskongress bereits ausgesprochen. Noch bis Sonntagmittag wird in weiteren Anträgen über die zukünftige Ausrichtung der entschieden.

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