Joe Rahn

Freier Journalist, Hundeverhaltensmediziner, Hundeernährungsberater..., Hesel

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Pressemitteilung: "Der Nahost-Konflikt: Geschichte und Gegenwart"

Er ist einer der brennendsten Konflikte der Gegenwart, der Nahostkonflikt. Vom 9. bis  13. Juli 2018 veranstaltet das Evangelischen Bildungszentrum Potshausen ein fünftägiges Seminar zum Thema "Der Nahost-Konflikt: Geschichte und Gegenwart" unter der Leitung von Dr. Sören Peterhans. Dieses Seminar ist ein Bildungsurlaubsseminar und als Bildungsurlaub anerkannt. Bei der Veranstaltung wird der ausgewiesene Historiker Dr. Alexander Friedman von der Universität des Saarlandes als kompetenter Referent tätig sein.

Der Nahostkonflikt zwischen Israel und den Palästinensern gehört seit Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Konfliktbereiche der Weltpolitik. Seine Bedeutung zeigt sich auch in der ständigen Berichterstattung über die Ereignisse in der dortigen Region. Einer der wichtigsten Ausgangspunkte des Nahostkonflikts war die Massenflucht der europäischen Juden vor der "Endlösung der Judenfrage" durch den Nationalsozialismus nach Palästina.

Die "Endlösung" war ab 1941 das erklärte Ziel des NS-Staates und bedeutete faktisch den organisierten Massenmord an den europäischen Juden in den Vernichtungslagern Osteuropas. Viele Juden, die fliehen konnten, suchten in Palästina eine neue Heimat. Dadurch entstand eine ganz besondere historische Verantwortung Deutschlands für den Nahen Osten, die bis heute gilt.

Palästina war schon 1896 in der Schrift "Der Judenstaat" von Theodor Herzl als Ort für eine Heimat der Juden genannt worden. Ein wichtiger Schritt für einen solchen Staat war die Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 durch Emigrantengruppen in Tel Aviv. Aber für die Palästinenser waren die Staatsgründung, der folgenden Palästinakrieg und die anschließenden Vertreibung von etwa 700.000 palästinensischen Arabern aus den Gebieten des neuen Israels eine "Nakba", also ein Unglück und eine Katastrophe. Die damaligen Geschehnisse spielen im Nahostkonflikt noch heutzutage eine bedeutende Rolle.

Verwickelte Ereignisse und viele Details dieses Konflikts spielen sich inzwischen seit vielen Jahrzehnte im Nahen Osten ab. Sie sind auf den ersten Blick schwer verständlich. In dem fünftägigen Seminar wird der Referent Dr. Alexander Friedman den Teilnehmern daher detaillierte und bewegende Einblicke in die unterschiedlichen Interessenlagen von Israel und den Palästinensern vermitteln. 

Bei diesem Seminar erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über die Geschichte und die Entwicklung des Staates Israel, Palästinas und des Nahostkonflikts. Das politische System in Israel wird bei dieser Veranstaltung ebenfalls erklärt und die Teilnehmer werden erfahren, wie sich die israelische Gesellschaft zusammensetzt. 
Außerdem geht es um die wichtige Bedeutung und Rolle der Religion, der Armee und der Geheimdienste in der dortigen Gesellschaft. Auf diese Weise können die Teilnehmer die verschiedene Einflüsse und die Interessen im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern erkennen und die großen Auswirkungen den Nahostkonflikts auf die internationalen Beziehungen verstehen.

Der Referent Dr. Alexander Friedman ist seit 2008 Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte an der Universität des Saarlandes. Der 1979 in Minsk geborene Historiker zeichnet sich durch eine Reihe von wissenschaftlichen Schwerpunkten u.a. im Bereich der jüdischen Geschichte aus. Dazu zählen die Geschichte der Juden in Polen, Litauen und Weißrussland sowie seine Mitarbeit bei dem Dokumentationsprojekt der Gedenkstätte von Yad Vashem in Jerusalem, 
Weitere Themen von Dr. Friedman sind die Geschichte der Juden in Russland, die Geschichte Israels, die Judenemanzipation und der Nationalsozialismus, um nur die wichtigsten seiner Arbeitsschwerpunkte zu nennen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Evangelischen Bildungszentrums Potshausen https://www.potshausen.de/seminare/der-nahost-konflikt-geschichte-und-gegenwart/ im Bereich "Politik und Engagement" oder telefonisch unter 04957 - 92 88 0.