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Gewalt während der Geburt: #metoo im Kreißsaal

Simone* war 40, als sie mit ihren Zwillingen das erste Mal schwanger war. Ihr Frauenarzt riet ihr, sich an eine Privatklinik zu wenden - "um besser behandelt zu werden". Sechs Wochen vor der Geburt wurde Simone mitgeteilt, dass ihr Kaiserschnitt bereits in einer Woche stattfinden würde. Zu früh, für Simones Empfinden, sie willigte trotzdem ein. Wie sie im Nachhinein von einer Sprechstundenhilfe erfuhr, wollte es ihr Arzt noch "erledigt haben", bevor es für ihn drei Wochen auf Urlaub ging. Simone erzählt, dass der unnötig frühe Kaiserschnitt für sie im Nachhinein besonders traumatisierend war. Zwei Ärzte bestätigten ihr später, dass es dafür medizinisch wohl keinen Grund gegeben hätte.

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