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Fußball-EM: "Frauen können nicht Fußball spielen, weil sie empfindlichere Organe haben"

Stellen Sie sich vor, Österreich qualifiziert sich für die Fußball-EM und niemanden interessiert's. So ungefähr war das dann auch, im September 2016, als sich das Nationalteam der Frauen zum ersten Mal einen Platz beim Großereignis sicherte. Denn: Frauenfußball ist in Österreich immer noch ein Randphänomen, das belächelt, nicht gefördert und verdrängt wird. Doch die Situation wird - auch dank der EM - besser.

„Zum Glück war es dann doch nicht so schlimm", sagt Jasmin Eder (24), Spielerin beim österreichischen Fußballnationalteam der Frauen, als wir sie zum Interview treffen. Auch sie merkt: das Interesse am Frauenfußball steigt. Den Satz „Mädchen können nicht Fußball spielen" hört die Wienerin trotzdem schon, solange sie denken kann. „Ich wurde oft gefragt, ob ich ein Mädchen oder ein Bub bin, weil manche nicht glauben konnten, dass Mädchen einen Ball treffen können." Der jungen Frau aber war schon immer klar, dass das Kicken ihre Berufung ist. „Ich habe schon im Kindergarten am liebsten draußen mit den Burschen Fußball gespielt", sagt sie.

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