Jakob Vicari

Wissenschaftsredakteur, Lüneburg

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Robokoch – Ich baue einen Kochroboter

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Vicari und seine Kochmaschine, die kein Thermomix ist. Foto: Heinrich Holtgreve

In der Küche riecht es nach verschmorter Elektronik, auf dem Boden liegen Plasticspäne und zerbrochene Nudeln. Was einem widerfährt, wenn man einen Kochroboter bauen will. Von Jakob Vicari

Es begann mit einem Blick in meine Küche, der das Ausmass all der leeren Versprechungen offenbarte: Die Zukunft kommt näher, doch das Kochen droht trist zu bleiben wie eh und je. Ich besitze keinen Star-Trek- Replikator, der mir ein Mittagessen nach Wahl aufbaut, und auch keinen Black & Decker-Food-Hydrator, der aus einer gefriergetrockneten, geschrumpften Pizza eine voluminöse zaubert, wie das schon 1989 im Film «Zurück in die Zukunft II» zu sehen war.

Es gibt heute Roboter, die Autos zusammenschrauben, Fussbälle kicken oder Bomben entschärfen; Toyota hat sogar einen gebaut, der Violine spielt. In meiner Küche aber ist die Robotik bisher in Form eines Brotbackautomaten und eines alten Thermomix angekommen. Beide haben keine Körper, keine Arme und eine recht beschränkte Intelligenz. Auf der Generalversammlung der Roboter wären sie die Vertreter eines abgekapselten Landes, das sich nur zögerlich dem technologischen Fortschritt öffnet.

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